Weltladen Güstrow : Gründungsmitglieder auch heute noch mit dabei

Charlotte Lüdin (r.) erhielt gestern Blumen von Daniela Kuptz für fünf Jahre Engagement im Weltladen.
Charlotte Lüdin (r.) erhielt gestern Blumen von Daniela Kuptz für fünf Jahre Engagement im Weltladen.

Fünf Jahre Weltladen Güstrow – gestern wurde gefeiert und den Mitarbeitern Danke gesagt.

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17. November 2017, 12:00 Uhr

Seit fünf Jahren besteht der Weltladen in Güstrow. Das wurde gestern gefeiert. Mitglieder des Weltladen-Vereins und Verkäufer luden die Kunden zu Kostproben und Gesprächen ein.

Andrea Kiep als Weltladen-Beraterin hatte vor fünf Jahren zu einem ersten Treffen von Interessenten in die Volkshochschule Güstrow eingeladen. „Ich hatte Güstrow schon immer im Blick und gedacht, es würde auch hier ein Weltladen passen“, sagt sie. In relativ kurzer Zeit – es vergingen gerade mal drei Monate vom ersten Treffen – hatte sich der Verein „Weltladen Güstrow“ gegründet. „Acht Leute waren wir damals zur Gründung, die auch alle noch dabei sind“, sagt Erika Maurer als Vorsitzende. Was an Arbeit auf sie zukommen würde, wussten die aktiven Initiatoren damals noch nicht. Doch es habe sich alles gefügt. Ein Ladengeschäft am Markt wurde ebenso gefunden wie Mitstreiter, die bei der Organisation, dem Verkauf sowie den vielen anderen kleinen und großen Arbeiten halfen.

Einer davon war Christoff Röhm, der damals nach Güstrow gezogen war. Bis heute verkauft der 74-Jährige jede Woche für einige Stunden im Laden mit. Laden-Koordinatorin ist Charlotte Lüdin, die bis heute sehr viel Zeit in den Wltladen am Markt investiert hat. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem der Einkauf, die Sortimentsgestaltung, Dekoration sowie die Einarbeitung neuer Verkäufer. „Charlotte ist sehr vielseitig und hat im Laden Maßstäbe gesetzt“, lobt Erika Maurer ihre Arbeit. Auch dafür war gestern Zeit, für Lob und Dank. Mit einem Strauß Blumen wurde Charlotte Lüdin für ihre Arbeit bedacht. Sie freut sich, Menschen in über 50 Ländern, von denen der Weltladen beliefert wird, das Leben etwas zu erleichtern. „Für mich ist das eine gute Möglichkeit, mich politisch zu engagieren“, betont sie.

Für die nächsten Jahre haben sich die Mitarbeiter noch einiges vorgenommen. Die nächste Generation soll auch noch die Möglichkeit des Einkaufs von fair gehandelter Ware bekommen. Dabei ist den Mitarbeitern wichtig, zum Beispiel in Schulen Aufklärungsarbeit zu leisten.

Mitarbeiter würden zudem immer gern gesehen, weil dann die Last nicht nur auf wenigen Schultern liege, so Charlotte Lüdin. Schließlich hat das Geschäft an sechs Tagen in der Woche geöffnet. Das sei längst nicht bei allen der zehn Weltläden in Mecklenburg-Vorpommern so, erzählt Andrea Kiep. „Wir würden uns freuen, wenn es noch viele interessierte Mitarbeiter und Mitglieder in unserem Verein in Güstrow geben würde“, sagt Erika Maurer.

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