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AWG Güstrow-Parchim : Großprojekt „Klosterhof“ fest im Blick

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Allgemeine Wohnungsbau-Genossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung will Güstrower Innenstadt weiter erschließen

von
erstellt am 30.Dez.2014 | 05:00 Uhr

Nach der Eröffnung des „Sonnenhofs“ in der Güstrower Altstadt in diesem Jahr, will die Allgemeine Wohnungsbau-Genossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung (AWG) jetzt noch einen gewaltigen Schritt weitergehen: Mit dem Wohnprojekt „Klosterhof“ soll auch die gegenüberliegende Seite des „Sonnenhofs“ in der Armesünderstraße erschlossen werden. Für eine Investitionssumme von rund sieben Millionen Euro sollen hier im Herzen der Stadt 29 neu gebaute Wohnungen entstehen. „Es gibt viele Ideen, aber die sind noch nicht reif“, sagt der AWG-Vorstandsvorsitzende Norbert Karsten. Und es gibt Probleme mit der Stadt.

Teile des Grundstücks entlang der Armesünderstraße gehören der AWG bereits. „Den Großteil brauchen wir aber noch“, so Karsten. Und dann gibt es noch das Haus Pferdemarkt 45, das der Stadt gehört. „Der Bürgermeister will das Haus gerne sanieren. Das könnten wir uns auch vorstellen, wollen aber die Risiken begrenzen, weil wir bisher keine Altbauten saniert haben“, sagt der AWG-Vorstandsvorsitzende. Im Januar ist ein Gespräch mit dem Bürgermeister geplant. Die Kosten für eine eventuelle Sanierung durch die AWG dürften „nicht aus dem Ruder laufen“. „Zudem müssen hier auch Wohnungen entstehen, die vermietbar sind“, sagt Karsten. Er macht keinen Hehl daraus, dass die AWG das Gebäude lieber abreißen würde, als aufwendig zu sanieren.

Im Neubauprojekt „Klosterhof“ sollen laut AWG ein Drittel altersgerechte Wohnungen sowie zwei Drittel Wohnungen für junge Familien entstehen. Mit dem Baubeginn rechnet Karsten frühestens 2016.

Bereits Anfang 2015 steht für die AWG die Fertigstellung der laufenden Neubauten in der Güstrower Feldstraße 24 an. Zehn Wohnungen wird es hier geben. In der Südstadt werden im Block Friedrich-Engels-Straße 22-25 zehn Wohnungen zu 15 altersgerechten Wohnungen umgebaut. Auch ein Aufzug wird angebaut. Weiterhin geplant: der Bau von zwei Wohnhäusern in der Langen Straße/Kattrepel. „Da sind wir allerdings erst ganz am Beginn der Planungen.“

Unterdessen ist der Fusionsprozess mit der Parchimer Wohnungsbaugenossenschaft noch nicht abgeschlossen. Im Sommer war die Verschmelzung formell vollzogen worden. Zum Bestand der AWG gehören seitdem knapp 3500 Wohnungen. „Jetzt geht es daran, die unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Arbeitsabläufe zu harmonisieren“, sagt Karsten. Im ersten Quartal 2015 wird dazu erstmals eine neue Vertreterversammlung gewählt. Zudem gebe es Parchim zahlreiche „Beiboote“, erläutert Karsten. Damit sind Untergesellschaften gemeint sowie ein Kindergarten, den die Parchimer betreiben. „Wir wollen diese ,Beiboote’ entweder flotter oder auch überflüssig machen“, erklärt Karsten.

 

 

 

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