Freizeitbad „Oase“ : „Großes Potenzial auch nutzen“

„Oase“-Geschäftsführer Holger Schneider will vor allem den Außenbereich des Güstrower Freizeitbades beleben. Er möchte die „Oase“ zu einem Sport- und Freizeitzentrum ausbauen.
„Oase“-Geschäftsführer Holger Schneider will vor allem den Außenbereich des Güstrower Freizeitbades beleben. Er möchte die „Oase“ zu einem Sport- und Freizeitzentrum ausbauen.

Neuer Geschäftsführer will Güstrower „Oase“ zu einem Sport- und Freizeitzentrum ausbauen.

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07. September 2017, 05:00 Uhr

Holger Schneider hat eine Vision. Der neue Geschäftsführer der „Oase“ will das Bad an der Plauer Chaussee zu einem Sport- und Freizeitzentrum für alle Güstrower und Gäste weiterentwickeln. „Das ist etwas, was Güstrow noch gut gebrauchen könnte“, sagt er. „Wir haben hier vor allem mit dem riesigen Außengelände ein großes Potenzial, das brach liegt“, ist er überzeugt. Doch bevor der Geschäftsführer seine vielen Ideen voll umsetzen kann, kommt zunächst einmal die bauliche und technische Sanierung des Bades auf ihn zu – mit erheblichen Investitionen. Das bisherige Zukunftskonzept geht von mindestens fünf Millionen Euro aus (SVZ berichtete).

Die erste Bauplanungsphase für die umfangreiche Sanierung wurde in dieser Woche mit einer Baugrunduntersuchung abgeschlossen. „Die ,Oase’ muss saniert werden“, sagt Schneider. „Die Technik ist 17 Jahre alt.“ Wann die Bauarbeiten beginnen, kann er noch nicht endgültig sagen. „Ich hoffe, dass es Ende 2018 losgeht“, so Schneider. Auch, ob die „Oase“ während der Sanierung komplett oder nur abschnittsweise geschlossen wird, sei noch völlig offen.

Doch bis es soweit ist, will Schneider noch einiges umsetzen. „Mein oberstes Ziel ist, das Defizit zu verringern und die ,Oase’ nach vorne zu bringen“, gibt er die Linie vor. „Unser Gelände ist 55 000 Quadratmeter groß. Das müssen wir nutzen.“ Hier will er wesentlich mehr Veranstaltungen stattfinden lassen und dafür Güstrower Sportvereine und weitere Partner mit ins Boot holen. „Im Bereich der Gastronomie haben wir unsere Partner bereits erweitert“, sagt Schneider. Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch darauf, seine Vision eines Freizeit- und Sportzentrums mit Leben zu füllen. Sport- und Vereinstage in der „Oase“ schweben ihm vor. Langfristig will er sogar ein Fitnesscenter an der „Oase“ etablieren. „Aber erst nach der Sanierung“, sagt Schneider. „Entscheidend ist, was die Menschen in Güstrow wollen. Ihnen wollen wir etwas bieten.“ Sportvereine könnten sich jederzeit bei ihm melden, wenn sie das Gelände nutzen wollen.

Sonntag Familientag mit viel Sport

„Im September konnten wir schon sieben Veranstaltungen auf die Beine stellen“, freut sich Schneider. Die wichtigste ist der Familientag der AOK nächsten Sonntag. Zwischen 11 und 17 Uhr wird im Outdoor-Bereich des Freizeitbades eine Menge für Sportfans angeboten. Sportarten wie Beach-Handball, Beach-Volleyball, Fußball, Disc-Golf und Tennis können getestet werden.

Schneider arbeitet auch daran, dass das Bad nicht mehr wie bisher montags und dienstags für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Diese Maßnahme hatte sein Vorgänger ergriffen, weil ein Facharbeiter für Bäderwesen fehlte. Der fehlt zwar immer noch, aber Schneider führt bereits Gespräche mit zukünftigen neuen Mitarbeitern. „Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder voll aufmachen können“, sagt er. „Dieser Facharbeiter muss in der Lage sein, das Bad alleine zu leiten. Das ist nicht einfach“, erklärt der Geschäftsführer die Schwierigkeit, dass der Posten bisher noch nicht besetzt werden konnte.

Auch die vor zwei Jahren abgebaute Rutsche ist weiterhin nicht vom Tisch. „Ein sensibles, aber verständliches Thema. Besonders für Jugendliche ist die Rutsche ein wichtiger Aspekt“, so Schneider. Wenn man die Rutsche jedoch so wieder aufbauen würde, wie sie einmal war, würde das 600 000 bis 800 000 Euro kosten, gibt er zu bedenken. „Viele Bäder bundesweit entscheiden sich mittlerweile für ein separates Rutschenhaus. Das würde aber rund 1,5 Millionen Euro kosten“, sagt er.

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