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Dom Güstrow : Großes Kunstwerk „schwebt“ zurück in Dom

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Freitag wird der „Schwebende“ von Ernst Barlach in Güstrow zurückerwartet / Seit Ende September nach London ausgeliehen

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 05:00 Uhr

Das Datum steht: am Freitag, dem 30. Januar, kehrt der „Schwebende“ von Ernst Barlach in den Güstrower Dom zurück. Das bedeutende Kunstwerk und Wahrzeichen des Doms war Ende September 2014 auf Reisen nach London gegangen – erstmals in der Geschichte der Bronzeskulptur. Noch bis vor kurzem bildete der „Schwebende“ den Abschluss der Ausstellung „Germany. Memories of a Nation“ im renommierten British Museum. Die Ausstellung, die im Vereinigten Königreich auf große Resonanz stieß, ist vorbei und Barlachs Kunstwerk kann wieder seinen angestammten Platz als Denkmal für die Gefallen des Ersten Weltkrieges in der Winterkirche des Güstrower Doms einnehmen. Am 30. Januar bleibt der Dom deshalb geschlossen.

Auch Pastor Christian Höser von der Domgemeinde ist froh, dass der „Schwebende“ bald zurück ist. Er hatte während der Abwesenheit die „Leerstelle im Dom zur Lehrstelle“ gemacht. Mit zahlreichen Vorträgen und Aktionen ging es um den „Schwebenden“ und darum, was die Leute mit dem Denkmal verbinden. „Es war die richtige Entscheidung, den ,Schwebenden’ nach London zu geben“, ist er überzeugt. „Diese Ausstellung war wertvoll für ein besseres Verständnis von Engländern und Deutschen. Und dass Güstrow dazu etwas beisteuern konnte ist eine große Auszeichnung.“ Viele E-Mails habe er von Ausstellungsbesuchern bekommen, die sich bei der Güstrower Domgemeinde für ihre Entscheidung, das Kunstwerk nach London auszuleihen, bedankten. „Das hat mich sprachlos gemacht“, sagt Höser.

Der Pastor selbst besuchte die Ausstellung im British Museum. „Der ,Schwebende’ war dort als Abschlusspunkt der Deutschland-Ausstellung sehr eindrucksvoll platziert. Er war sehr gut gehängt und die Lichtverhältnisse waren beeindruckend.“ Der Direktor des British Museums, Neil MacGregor, der sich persönlich in Güstrow um den „Schwebenden“ bemüht hatte, hat für die Ausstellung „Germany. Memories of a Nation“ vor kurzem den Deutschen Nationalpreis bekommen.

 

 

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