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Wildpark Güstrow : „Großer Schritt für den Wildpark“

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Finanzierung des Großprojektes „Erlebnis-Büdnerei“ im Güstrower Tierpark gesichert - Fördermittel in Höhe von 830 000 Euro übergeben.

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erstellt am 11.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Große Freude im Güstrower Wildpark: Die seit zwei Jahren geplante Erlebnis-Büdnerei (SVZ berichtete) ist in Sack und Tüten. Die Finanzierung des Großprojektes ist gesichert. „Ein großer Schritt für uns“, sagte gestern Marianne Tuscher vom Wildpark. Das Projekt wird massiv mit EU-Mitteln gefördert. Die Leader-Aktionsgruppe Güstrower Landkreis übergab gestern Fördergelder in Höhe von 830 000 Euro im Wildpark. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf knapp 1,1 Millionen Euro. Die Differenz übernimmt die Stadt Güstrow. „Dass die Stadt den Eigenanteil dazu gibt, zeigt, dass sie zum Wildpark steht“, unterstrich Matthias Hantel, Vorsitzender der Leader-Aktionsgruppe.

Multifunktionales Erlebniszentrum

Mit der Büdnerei plant der Wildpark ein multifunktionales Erlebniszentrum unweit des Wiesenwelten-Zentrums. Unter dem Dach einer historisch nachempfundenen Büdnerei sollen Historie, Mensch, Handwerk und Haustiere innovativ und nachhaltig vereint werden. Dieses auf mehrere Schwerpunkte ausgerichtete Vorhaben soll sich ganzjährig als Besuchermagnet entwickeln und so weitere Impulse für die Entwicklung des ländlichen Raums und der Region Güstrow geben, so Leader-Regionalmanager Olaf Pommeranz. „Wir erhoffen uns mit dem Erlebnis-Bauernhof natürlich einen Anstieg der Besucherzahlen“, sagt Marianne Tuscher. Mit zuletzt 160 000 Besuchern im Wildpark habe man bereits eine sehr gute Zahl erreicht. Jetzt will der Park die 200 000er-Marke anstreben.

Errichtet werden soll in den Wiesenwelten ein „harmonisches Fachwerkgebäude mit Stallungen“, erläutert die Güstrower Architektin Angelika Strübing. „Dazu haben wir uns alte Bauernhöfe in der Umgebung angeschaut und sind zum Beispiel in Lohmen fündig geworden“, sagt sie. „Wir werden eine Büdnerei original nachbauen.“ Im Erdgeschoss wird es den Wohnbereich mit Stallungen geben. Menschen und Tiere haben damals unter einem Dach zusammengelebt. Dort soll es auch Platz für Ausstellungen geben. Im Obergeschoss des 22 Meter langen und 14 Meter breiten Bauernhofs ist ein großer Raum für die Umweltbildung und Veranstaltungen geplant. „Zudem wird es in der Büdnerei viele Tiere zum Streicheln geben“, sagt Angelika Strübing. Schweine, Schafe, Kaninchen, Gänse und Hühner werden sich dort tummeln. „Ich glaube wirklich, dass die Zahl der Besucher durch die Büdnerei gesteigert werden kann, denn die Leute wollen Hühner streicheln“, ist sie überzeugt.

Eigentlich wollte der Güstrower Wildpark schon dieses Jahr mit dem Bau beginnen. „Doch das klappt nicht mehr“, sagt Marianne Tuscher. Sie geht von einem Baustart im Frühjahr 2018 aus. Die Arbeiten werden sich bis 2019 hinziehen. Wenn das Projekt beendet ist will der Wildpark zudem einen neuen Tierpfleger einstellen.

Das Vorhaben im Wildpark ist laut Olaf Pommeranz ein wichtiges Leitprojekt in der Strategie für lokale Entwicklung 2014 bis 2020 der Leader-Aktionsgruppe Güstrower Landkreis. Leader ist ein Förderinstrument zur Entwicklung des ländlichen Raums. Der Leader-Aktionsgruppe für die Region steht für den aktuellen Förderzeitraum ein Gesamtbudget von ca. sieben Millionen Euro für die Projektförderung zur Verfügung. „Jährlich entscheidet die Lokale Aktionsgruppe über eingereichte Projektideen, die zur Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie beitragen “, so Pommeranz.  

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