Pfarrkirche Güstrow : Großer Empfang für neue Glocken

Die Friedensglocke zieren Regenbogen und Taube sowie ein Liedvers.
Die Friedensglocke zieren Regenbogen und Taube sowie ein Liedvers.

Pfarrkirchengemeinde lädt Sonnabendvormittag auf den Markt ein – Glocken bis Mai im Turmraum zu besichtigen

von
02. März 2016, 05:00 Uhr

Die Pfarrkirche bekommt neue Glocken. Am Sonnabend rollen sie an. Pastor Matthias Ortmann lädt alle ein auf dem Markt dabei zu sein und sich mit der Pfarrgemeinde zu freuen. Pfingsten sollen die neuen Glocken dann erstmals erklingen.

„Am Sonnabend um 11 Uhr soll der Lkw mit den Glocken auf den Markt fahren“, kündigt Ortmann an. Zuvor werden die Glocken bei einem kleinen Zwischenstopp mit Girlanden geschmückt. Zur Begrüßung wird der Posaunenchor auf dem Markt spielen. „Ich hoffe, dass die Plane auf dem Lkw zurückgenommen werden kann und alle die geschmückten Glocken sehen können“, sagt Ortmann und erklärt weiter: Sie werden herunter gehoben und in die Pfarrkirche gerollt und dabei von den Glockenbauern begleitet. Dort werden sie im Turmraum abgestellt. „Jeder kann die Glocken anschauen, bevor sie in den Turm kommen“, betont der Pastor und rechnet mit einem regen Interesse der Güstrower. Dies habe er in den vergangenen Monaten bei der Spendensammlung für die drei neuen Glocken bereits verspürt. Viele Güstrower hätten gern einen Beitrag leisten wollen. Noch etwa 11 000 Euro seien derzeit offen. „Das schaffen wir und die Güstrower auch noch“, ist sich Ortmann sicher. Rund 115 000 Euro kostete das Gießen der Glocken. Rund 20 000 Euro kommen für das Aufhängen hinzu.

Bei einer kleinen Andacht am Sonnabend wird Ortmann über die neuen Glocken erzählen. Es seien nicht einfach nur Glocken, alle drei haben ihren Namen und ein Thema. Als erstes wäre die große Glocke, die Friedensglocke, rund 3,2 Tonnen schwer. Regenbogen und Taube aus der Noah-Geschichte zieren die Glocke ebenso wie ein Liedvers. Im Schlagring sind darüber hinaus die Daten bisheriger Glocken verewigt. Die Sonntagsglocke, die zum Gottesdienst ruft, ziert ein Bibelwort und eine Menschengruppe im Gespräch. Die kleinste ist die Marienglocke. „Es ist eine Marienkirche. Wir leugnen unsere katholischen Wurzeln nicht“, erklärt Ortmann. Darauf sei das Magnificat (das Gebet der Maria bei einer Begegnung mit Elisabeth, die mit Johannes dem Täufer schwanger war) zu lesen. Jeder einzelne Buchstabe habe drei Euro gekostet. Der Kirchengemeinderat habe es so gewollt, freut sich Ortmann über das Engagement.

In den beiden ersten Maiwochen soll das neue Geläut an seinen Platz kommen. Zuvor werden übrigens nur zwei der drei alten Glocken herunter genommen. Die dritte wird den Güstrowern auch künftig sagen, was die Uhr geschlagen hat.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen