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20. Jahrhundert zieht in Güstrows Museum ein : Große Vielfalt auf kleinstem Raum

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Mehr als 100 Jahre fasst die Ausstellung zum 20. Jahrhundert im Stadtmuseum zusammen. Morgen um 19 Uhr wird sie erstmals während der 13. Güstrower Kunstnacht der Öffentlichkeit präsentiert.

svz.de von
erstellt am 30.Sep.2013 | 06:10 Uhr

Güstrow | Mehr als 100 Jahre, die zwischen dem Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 1871 und der friedlichen Revolution von 1989/90 liegen, fasst die Ausstellung zum 20. Jahrhundert im Stadtmuseum zusammen. Morgen um 19 Uhr wird sie erstmals während der 13. Güstrower Kunstnacht der Öffentlichkeit präsentiert. SVZ schaute gestern schon einmal um.

Plastiken von Ernst Barlach und Marga Böhmer - Geschenke von Privatleuten an das Museum - geleiten den Besucher in den einstigen Raum für Sonderausstellungen. Hier fällt der Blick zuerst auf das großherzögliche Paar Friedrich Franz IV von Mecklenburg-Schwerin und seine Gemahlin Alexandra. Bei aller Notwendigkeit zur Beschränkung erwartet den Besucher eine unglaublich vielfältige Ausstellung mit Orden und Medaillen, mit Briefköpfen Güstrower Unternehmen, Notgeld und Lebensmittelkarten, selbst gefertigtem Spielzeug aus der Nachkriegszeit, mit FDJ-Hemd und der guten alten Brottasche, mit der in den 1960er-Jahren wohl jedes Kind in den Kindergarten marschierte, mit Zuckertüte in Erinnerung an die inzwischen verschwundene Zuckerfabrik und einer Musikbox aus der Milchbar am Pferdemarkt. Jahrelang hatte sie im Depot gestanden. Monika und Hubert Masuhr gaben ihr gestern den letzten Schliff. Ganz besonders empfiehlt die Kunsthistorikerin die fünf Media-Stationen. 700 Fotos seien dafür ausgewählt worden. Der Besucher kommt durch Berühren des Bildschirms vom großen Thema bis zum kleinen Detail, kann zu allen Zeitabschnitten etwas über wichtige Ereignisse in der Stadt, über das Alltagsleben, über Firmen und Bauten in Güstrow erfahren. Die Museumsmitarbeiterin nennt die Fischwarenfabrik Karl Henning, die Gartenstadt Dettmannsdorf und die Pädagogische Hochschule. "Ein Besuch wird nicht ausreichen, um alles anzusehen", denkt Iris Brüdgam und hofft auf immer wiederkehrende Besucher.

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