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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 22:49 Uhr

Güstrow : Große Sorge um Zukunft der "Oase"

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Große Sorge um die Zukunft des Freizeitbades "Oase" machen sich Güstrower Stadtvertreter. Sie fordern eine höhere Gewinnabführung der Stadtwerke für die Sanierung. Auch die Rückführung an die Stadt wird angedacht.

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2013 | 10:09 Uhr

güstrow | Große Sorge um die Zukunft des Freizeitbades "Oase" machen sich Güstrower Stadtvertreter. Dies spiegelt sich in gleich zwei Anträgen, die heute auf der Tagesordnung ihrer regulären Sitzung stehen.

Mit einem interfraktionellen Antrag wollen CDU, SPD und Die Linke einen größeren Teil des Gewinns der Stadtwerke Güstrow GmbH für die kurzfristige Sanierung der "Oase" verwendet sehen. Konkret soll der Bürgermeister in die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke mit dem Auftrag gehen, vom Jahresabschluss 2012 zusätzlich zum ohnehin fälligen Verlustausgleich 600 000 Euro der Stadtwerke-Tochter FIG zur Sanierung des Bades abzuführen - vorausgesetzt freilich, dass der Gewinn der Stadtwerke in ausreichender Höhe zur Verfügung steht.

Zugleich wird in der Antragsbegründung moniert, dass "für die mittelfristigen Maßnahmen zur Sicherung des Standortes bisher kein Vorschlag unterbreitet" worden sei. Und das, obwohl spätestens seit dem Chlorgasunfall im vergangenen Jahr bekannt sei, dass ein erheblicher Sanierungsstau bestehe. Lediglich mit kurzfristigen Maßnahmen habe die Geschäftsführung reagiert. Jetzt schlagen die drei großen Fraktionen Alarm!

Noch weiter geht die Fraktion Freie Wähler/Einzelbewerber. Die fordert den Bürgermeister auf, Modalitäten zur Rückführung der "Oase" an die Barlachstadt Güstrow zu prüfen. Die Stadtwerke mit ihrer "Oase"-Betreibergesellschaft FIG könnten die zur Sanierung des Bades erforderlichen Mittel im Wertumfang von rund einer Million Euro nicht stemmen, meint Antragsteller Lothar Fila. "Es ist notwendig, Fördermittel einzuwerben, die aber zwingend voraussetzen, das Schwimmbad wieder an die Stadt zurückzuführen, aus der GmbH-Struktur zu lösen und eine andere Organisationsform zu wählen." Der Ex-Bürgermeister scheint überzeugt: "Ansonsten läuft die Stadt Gefahr, dass das Schwimmbad in nicht allzu ferner Zukunft geschlossen wird."

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