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Schlossbrand in Charlottenthal : Große Solidarität nach Katastrophe

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Spendenaktion für Ehepaar Wolgien gestartet. Die Schlossbesitzer haben beim Großbrand alles verloren.

von
erstellt am 17.Apr.2016 | 20:45 Uhr

Fassungslosigkeit und Mitgefühl – so lässt sich die Gefühlslage der Charlottenthaler zurzeit auf den Punkt bringen. Fassungslosigkeit über den verheerenden Brand, der vergangene Woche in der Nacht zu Montag ihr Schloss, das Wahrzeichen des Dorfes, vernichtete. Und Mitgefühl für die Schlossbesitzer Eneida und Günther Wolgien, die hier lebten und im Schloss ein brasilianisches Restaurant betrieben. „Die beiden stehen nun vor den Trümmern, in denen all ihr Hab und Gut und ihre Träume steckten“, sagt der Charlottenthaler Dirk Grosche. Deshalb startete er im Namen aller Dorfbewohner beim Frühjahrsputz am Sonnabend eine Spendenaktion für die Wolgiens. „Das einzige, was wir tun können, ist, ihnen zu zeigen, dass sie nicht allein sind, dass wir bereit sind, ihnen in dieser großen Not zu helfen, egal, wie nahe wir ihnen standen“, appelliert Grosche an die Spendenbereitschaft aller.

Als erste Hilfsmaßnahme stellte Grosche beim Frühjahrsputz eine Spendenbox auf. „Die Solidarität ist groß“, stellte er sofort fest. „Hilfe zum Neustart“ wollen die Charlottenthaler den Wolgiens geben. Dafür seien jetzt zunächst Geldspenden am besten. Wer dem Ehepaar unmittelbar helfen will kann sich an Dirk Grosche unter Telefon 03 84 57/80 20 wenden. Er koordiniert die Hilfsaktion vor Ort.

 

Hilfsbereitschaft regt sich im gesamten Krakower Amtsbereich. „Wir müssen das Ehepaar unterstützen“, stellt Krakows Bürgermeister Wolfgang Geistert fest. „Ich habe die Hoffnung, dass viele etwas geben werden.“ Bei einem Gespräch mit den Wolgiens hat Geistert erfahren, dass sie unbedingt in der Region bleiben wollen. „Und wir wollen das auch“, unterstreicht er. Das Ehepaar sucht gerade eine neue Wohnung. Doch es fehlt an allem. Im Rathaus von Krakow am See werden deshalb ab sofort kleine Sachspenden entgegengenommen. Auch Gutscheine, z.B. von Möbelhäusern, seien willkommen. Wichtiger seien aber Geldspenden. Dazu soll noch heute ein Extra-Spendenkonto eingerichtet werden. Unsere Zeitung wird die Kontodaten veröffentlichen sobald sie vorliegen.

Auch Christoph Hübener, Vorsitzender des Krakower Seenlandtourismusvereins, in dem die Wolgiens Mitglied sind, meldete sich bei unserer Zeitung. „Diese Brandkatastrophe ist auch für den Tourismus ein schwerer Schlag – für alle Krakower und Charlottenthaler, für das gesamte Amt“, sagt er. „Und natürlich ist der Verlust für die Wolgiens immens. Das müssen sie erst einmal psychisch verkraften.“ Hübener ruft zu einer „solidarischen Spendenaktion“ auf – ab heute auf der Internetseite des Tourismusvereins – und will damit nicht nur Mitglieder bewegen, Geld zu spenden.

Wie Hübener hegen gerade viele den Wunsch, dass zerstörte Schloss irgendwie wieder aufzubauen oder wenigstens die vordere Fassade zu erhalten. „Dafür müssen wir alle Register ziehen“, sagt der Vorsitzende des Tourismusvereins. Und auch der Charlottenthaler Jörg Oppitz hat die Hoffnung noch nicht aufgeben: „Vielleicht können wir die Fassade, vor allem den Mittelteil des Schlosses irgendwie retten.“ Doch zunächst sei es wichtiger, den Wolgiens zu helfen. Die Spendenaktion ist angelaufen.

Spendenkonto: „Opferhilfe Charlottenthal“

Bankverbindung für die Spendenaktion für die Familie Wolgien in Charlottenthal:

Ostseesparkasse Rostock, IBAN: DE2013050000 1040756740

Zahlungsgrund: „Opferhilfe Charlottenthal“


 

 

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