Güstrow : Große Liebe: Alte Musik

Viel Applaus gab es für Elisabeth Lochmann, Daniele Rocchi und Gertrud Ohse (von links).
Viel Applaus gab es für Elisabeth Lochmann, Daniele Rocchi und Gertrud Ohse (von links).

Gertrud Ohse kehrte mit Ensemble Weimar nach Güstrow zurück

svz.de von
15. April 2015, 06:00 Uhr

Zu einer musikalischen Italien-Reise lud am Sonntagabend das Ensemble Weimar auf Schloss Güstrow ein. Die Tirolerin Elisabeth Lochmann an der Barockvioline, der Italiener Daniele Rocchi am Cembalo und schließlich Gertrud Ohse, die sieben Jahre in Güstrow lebte, mit der Viola da Gamba, ließen wunderschöne Musik der Spätrenaissance, des Frühbarock und der Barockzeit erklingen. Dazu gehörten Werke von Dario Castello, Claudio Merulo und Heinrich Schmelzer.

Für die ehemalige Güstrowerin Gertrud Ohse war es besonders schön, dass sie nach einer Musikreise im vergangenen Jahr durch Italien nun auch in der Barlachstadt auftreten konnte. Hier hatte sie einige Jahre ihrer Jugend verbracht, bevor sie in Weimar Cello studierte. Inzwischen studiert die 26-Jährige noch Barock-Cello und Viola da Gamba.

Das Ensemble Weimar gibt es erst seit 2013. „Wir verstanden uns sofort sehr gut“, berichtet Gertrud Ohse von den Anfängen. „Von der Probe ging es gleich auf die Wettbewerbsbühne“, erzählt Elisabeth Lochmann. Bei dem internationalen Wettbewerb „Premio Selifa“ für Alte Musik im italienischen San Ginesio holten sie sofort einen 2. Preis.

Die Liebe zur alten Musik verbindet die drei neben ihrer Freundschaft. Auch Lochmann hat zuerst Violine studiert und erst danach eine Barockvioline in die Hand genommen. „Sofort habe ich mich in diese Barockgeige verliebt“, sagt sie.

Nun arbeiten, studieren und leben zwar alle drei Musiker weit voneinander entfernt, doch für ihre musikalischen Projekte treffen sie sich gern. In diesem Jahr werden sie noch unter anderem beim Festival alter Musik „Güldener Herbst“ dabei sein.  



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