SVZ-Serie : Große Leidenschaft für Gesang

Ein Teil des Schulchores mit Leiterin Agnes Nickel (r.)  Fotos: Sieglinde seidel (2)
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Ein Teil des Schulchores mit Leiterin Agnes Nickel (r.)

SVZ-Serie „Chorgeflüster“: Agnes Nickel leitet den Chor des John-Brinckman-Gymnasiums Güstrow seit 18 Jahren.

Sie bringen Lieder und damit gute Stimmung sowie Freude zu den Zuhörern. Der Chor des Brinckman-Gymnasiums ist seit 1999 unter Leitung von Agnes Nickel auch in Güstrow zu verschiedenen Anlässen zu hören und zu erleben. Auch wenn die Sänger wechseln – für einige Jahre sind sie mit Freude und Leidenschaft dabei und bereichern das Schulleben.

„Damals habe ich den Chor von Inge Kunkel übernommen“, erzählt Agnes Nickel. Die 47-Jährige begann mit 60 bis 80 Sängern, heute leitet und dirigiert sie etwa 100 Jugendliche im vierstimmigen Gesang. Daraus rekrutiert sich der Kammerchor, bei dem 20 Mädchen und Jungen der Klassenstufen 9 bis 12 mitwirken. Summa summarum werden von beiden Gesangsgemeinschaften etwa 14 Auftritte im Jahr bestritten. Weihnachts-, Frühlings- und Abiturkonzerte sind die drei großen Darbietungen, die jedes Jahr geleistet werden. Dazu kommen verschiedene regionale und überregionale Veranstaltungen.

Eine Tradition hat das Kammerchorlager, das zumeist in der ersten Jahreshälfte organisiert wird. Im Advent wird zusätzlich ein ganzer Sonnabend zur Probe genutzt. Treppensingen, Weihnachtskonzert und schließlich Auftritt zur Mitternachtsmette in der Heiligen Nacht im Dom – im Advent sind die Chorsängerinnen und Sänger besonders in Anspruch genommen.

Für Musiklehrerin Agnes Nickel gehört dies nicht nur zum Beruf, sondern es ist mehr. „Man braucht eine Leidenschaft für den Chorgesang und es gehört viel Kraft und Durchhaltevermögen dazu“, ist sie sicher. Ihren Chorleiterabschluss hatte sie neben ihrer Ausbildung in Rostock absolviert und freute sich, welche Chortradition sie in Güstrow vorgefunden hat. Dies habe zum großen Teil dazu beigetragen, dass sie sich für Güstrow als Wohnort entschieden hat.

Nachwuchssorge herrscht bis heute nicht im Chor des Gymnasiums. „Auch wenn jedes Jahr Abiturienten die Schule verlassen und damit auch den Chor, rücken immer genau so viele wieder nach“, erzählt Agnes Nickel. Das liegt vielleicht auch daran, dass Chorarbeit eine sehr „freudbetonte“ ist, wie sie sagt. Die musikalische Tradition stecke durch Jochen Gläser in den Mauern. Von daher sieht sich die jetzige Chorleiterin als Glied in einer langen Kette. Agnes Nickel versucht aber auch, die Leidenschaft der Schüler am Singen und Musizieren zu wecken.

Gina Stabenow (15) hat schon immer gern gesungen. „Man hat die Chance bei vielen Auftritten überall zu singen und es macht sehr großen Spaß“, sagt sie. Für Jonas Marquardt ist die Zeit im Chor fast vorbei, denn er besucht die 12. Klasse und wird die Schule im Sommer verlassen. „Der Zusammenhalt im Chor ist toll und es wird einige Sachen geben, die ich vermissen werde“, sagt er. Mit Musik aufgewachsen ist auch Simon Mantei (17). In der Kirche in Serrahn singt er mit, im Jugendkreis sind es Lobpreislieder und im Kammerchor übernimmt er eine Tenorstimme. „Singen macht Spaß. Man wird aus dem Alltag ein bisschen rausgezogen“, sagt der 17-Jährige.

Jeden Donnerstag wird 90 Minuten geprobt, vor Auftritten können weitere Proben hinzu kommen. Der Anspruch der Chorleiterin ist es, auch schwere A-capella-Chorliteratur zu erschließen. Daneben gibt sie Chormitgliedern die Möglichkeit, den Gesang am Klavier zu begleiten, und die Schüler sollen auch eigene Stücke singen. So vermittelt Agnes Nickel Freude an der Musik und dem Chorgesang, und das möchte sie auch weiterhin tun.


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