Arbeitsplätze in Laage nicht gefährdet : Großdruckerei Adam meldet Insolvenz an

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Die Druckerei Adam in Bruchsal und die Schwestergesellschaft Adam Nord GmbH in Laage haben Insolvenz angemeldet. Dennoch gibt es ein Aufatmen in der Belegschaft. Die 57 Beschäftigten in Laage seien nicht gefährdet.

svz.de von
18. Januar 2013, 08:47 Uhr

Bruchsal/Laage | Die Druckerei Adam in Bruchsal bei Karlsruhe und die Schwestergesellschaft Adam Nord GmbH in Laage haben Insolvenz angemeldet. Das bestätigte gestern das Amtsgericht Karlsruhe. Dennoch gibt es ein Aufatmen in der Belegschaft. Denn laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Andreas Fischer seien die Arbeitsplätze der 87 Mitarbeiter in Bruchsal und 57 Beschäftigten in Laage nicht gefährdet. Auch die Löhne seien abgesichert. "Es gibt eine sehr gute Auftragslage", sagte Fischer gestern. Das Geschäft laufe weiter. Er sei zuversichtlich, dass das Unternehmen "saniert" aus dem Verfahren herauskomme.

Die Insolvenz sei eingereicht worden, nachdem die Druckerei an den Forderungen einer Finanzgesellschaft gescheitert sei, erklärte der Insolvenzverwalter. Etwa acht Millionen Euro sollten sofort für eine Maschine bezahlt werden. "Das Insolvenzverfahren bietet jetzt Vollstreckungsschutz", erläutert Fischer. Bereits im Juli 2012 hatte SVZ berichtet, dass sich das Unternehmen Adam in einer Krise befindet. Im Februar vergangenen Jahres wurden Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, im Juli erhielten 17 ihre Kündigung. Die Befürchtungen, dass das noch nicht alles sei, waren schon damals in der Belegschaft groß. Das Unternehmen befinde sich in "einer schlechten Phase", man habe sich von unrentablen Aufträgen trennen müssen, erklärte damals Firmenchef Walter Adam. "Aber wir werden aus dem Tal wieder herauskommen", gab er sich kämpferisch. Kurze Zeit später schickte Adam die Meldung hinterher, dass die Krise überwunden sei. Das war offensichtlich zu optimistisch.

Die Rollenoffsetdruckerei Adam druckt Prospekte und Werbung für internationale Handelskonzerne. Der Umsatz beider von Gründer und Geschäftsführer Walter Adam geführten Unternehmen soll 2013 laut Insolvenzverwalter 42 Millionen Euro betragen. Die Druckerei ist nach eigenen Angaben Marktführer in Deutschland bei individualisierter Prospektwerbung.

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