Bauvolumen von rund 234 Millionen Euro : Großbaustelle JVA Bützow

Die JVA Dreibergen Bützow ist 173 Jahre alt. 1515 Meter ist die Mauer rings um das JVA-Gelände lang.
Foto:
1 von 2
Die JVA Dreibergen Bützow ist 173 Jahre alt. 1515 Meter ist die Mauer rings um das JVA-Gelände lang.

Justizvollzugsanstalt wird sich in den nächsten zehn Jahren stark wandeln

von
13. März 2014, 06:00 Uhr

Es war der richtige Schritt in die richtige Richtung – der neue Leiter der Justizvollzugsanstalt Bützow ist seit 111 Tagen im Amt und meistert alle Aufgaben bislang mit einem freundlichen Lächeln. Und das soll auch so bleiben. Da ist sich der Jurist sicher. Viele Aufgaben lasten in diesen Tagen auf den Schultern von Dr. Jörg-Uwe Schäfer und Pressesprecher Jens Kötz.

Denn ein Teil der JVA hat sich zur Großbaustelle gemausert und noch ist der Um- und Neubau lange nicht abgeschlossen. „Aber ich kann mich hier voll und ganz auf die Kollegen verlassen. Wir setzen alles daran, dass der gewohnte Alltag für die Insassen von den Bauarbeiten nicht betroffen ist“, versichert Schäfer. Die Umbauplanungen für die älteste JVA des Landes soll spätestens 2025 abgeschlossen sein. „Die Sanierung des A-Flügels und auch der Neubau des H-Hauses – zusammen ist das ein Bauvolumen von rund 234 Millionen – sind nicht in ein oder zwei Jahren umzusetzen. Das bedarf schon einer längeren Planung und auch Bauzeit“, erklärt der JVA-Leiter. Sind die beiden Großbaustellen abgeschlossen, wird der B-Flügel der Anstalt saniert. Die Haushaltsmittel sind dafür bereits angemeldet, sagt Kötz.

Auch eine große Arbeitshalle ist in Planung. Ausbildungs- und Arbeitsplätze sollen dort für rund 300 Insassen geschaffen werden. Momentan werden noch rund 100 Ausbildungsplätze für Gefangene mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. „Irgendwann ist die Förderung zu Ende, dann müssen wir etwas anderes haben, denn über diese Aufgaben können sie wichtige Kompetenzen erlernen“, betont Schäfer.

Ab 2025 sollen dann die Verwaltungsgebäude im Außenbereich der JVA und die Pforte weichen. Doch das ist Zukunftsmusik, betont Schäfer. Bis spätestens 2030 möchte er jedoch den Abschluss aller Baumaßnahmen feiern, damit seine Wirkungsstätte mit den anderen in Deutschland auch von der Ausstattung mithalten kann. Auf einem Gebiet hat er seinen Kollegen in der gesamten Republik schon eine Nasenlänge voraus: „Die Mitarbeiter sind hier bestens qualifiziert und motiviert. So gute Mitarbeiter hatte ich bislang noch nie“, verteilt Schäfer Lorbeeren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen