640 Jahre Groß Tessin : Groß Tessin in Feierlaune

Magdalene Müller (r.) gehört zu den fleißigen Organisatoren und freut sich über die Ausstellung, um die sich Tochter Antje Müller (l.) gekümmert hat. Fotos: Mai (6)
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Magdalene Müller (r.) gehört zu den fleißigen Organisatoren und freut sich über die Ausstellung, um die sich Tochter Antje Müller (l.) gekümmert hat. Fotos: Mai (6)

Dorffest zur urkundlichen Ersterwähnung von 640 Jahren / Förderverein „Alte Schmiede“organisierte Fest und Ausstellung

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28. September 2015, 03:29 Uhr

Wenn in Groß Tessin gefeiert wird, freut sich aber über jeden aktuellen und einstigen Einwohner des kleinen Dorfes, das zur Gemeinde Reimershagen gehört. „Es geht uns darum, die Menschen zusammenzuführen, den Älteren die Gelegenheit zu geben, in Erinnerungen zu kramen. Alle sollen gemeinsam feiern und Spaß haben“, erklärt Magdalene Müller (60) vom Förderverein „Alte Schmiede“ Groß Tessin, Organisator des Dorffestes, das am Sonnabend auch als Jubiläum gefeiert wurde. Vor 640 Jahren war Groß Tessin erstmals urkundlich erwähnt worden.

Eine kleine Ausstellung, die das Dorf und ein Stück Geschichte zeigen, darf zum Jubiläum nicht fehlen. Anja Müller (41) hat sich darum gekümmert und ist besonders froh, dass man Kopien von altem Kartenmaterial bekommen konnte. „Es ist irgendwie faszinierend den kleinen Ort auf einer Karten von 1622 zu sehen“, sagt die 41-Jährige, die heute in Rostock lebt. Ganz so unbedeutend könne Groß Tessin nicht gewesen sein, schlussfolgert sie. Am 3. Oktober, 14 bis 16 Uhr, wird Magdalene Müller die Ausstellung noch einmal öffnen, kündigt sie an. Während wohl alle Gäste am Sonnabend erst einmal in die Schmiede schauten, ließen sie sich danach draußen nieder, plauderten oder nutzten die Aktivangebote. U.a. wurde Holz gehackt.

„Ich freue mich, dass es überhaupt noch ein Dorffest gibt“, sagt Gerhard Benthin (82) . Er hat eine besondere Beziehung zur Schmiede, war sein Vater doch der Schmied. Er selbst habe auch damit geliebäugelt, sei dann aber vom Vater zum Landwirt „überredet“ worden. Gerhard Benthin ist mit Leib und Seele Groß-Tessiner. „Heimat ist Heimat“, erklärt er.

Fördervereinsvorsitzender Siegmar Hornke freut, dass es doch immer wieder gelingt ein Dorffest auf die Beine zu stellen und das, obwohl der Verein nicht viele Mitglieder hat und das Durchschnittsalter serh hoch sei. Es gelinge mal eben so die alte Schmiede zu unterhalten. „Wenn mal was kaputt gehen sollte, wird es kompliziert“, denkt der Vereinsvorsitzende. Eigentlich brauche man schon jetzt einen neuen Ofen. Wie das finanziert werden soll, stehe in den Sternen.  

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