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Güstrower Anzeiger

23. September 2017 | 20:04 Uhr

Grippe : Grippe hat Landkreis fest im Griff

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schon 318 Influenzafälle in dieser Saison – 272 davon seit Jahresbeginn. Das Gesundheitsamt vermutet den Höhepunkt nach den Winterferien.

von
erstellt am 18.Feb.2017 | 05:17 Uhr

„Insgesamt ist es dieses Jahr schon ganz schön heftig“, sagt Dr. Ute Jenß, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, über die diesjährige Grippewelle. Insgesamt startete die aktuelle Grippesaison sehr früh mit hohen Meldezahlen. Während in den Vorjahren die Influenza erst ab dem Dezember um sich griff, startete sie diesmal bereits in der zweiten Oktoberhälfte. „Seit Oktober wurden uns bereits 318 Infektionen gemeldet – im Vorjahreszeitraum waren es nur 35“, macht Ute Jenß anhand der vorliegenden Fallzahlen deutlich.

Das sei jedoch nicht die Spitze des Eisberges. „Viele Fälle kennen wir gar nicht. Die einen gehen gar nicht erst zum Arzt, bei den anderen wird keine Diagnostik gemacht, weil das nicht wesentlich für die Therapie ist“, erklärt die Medizinerin. Obwohl das Robert-Koch-Institut bereits aktuell vom Höhepunkt der Grippewelle in der Saison spricht, gehen Ute Jenß und ihre Kollegen von einem weiteren Anstieg der Infektionen nach den Winterferien aus. „Die Kinder gehen wieder zur Schule, die Eltern zur Arbeit – da ist die Ansteckungsgefahr ungleich größer“, erklärt sie ihre Vermutung. Auch die Vorausschau im Vergleich zu den Vorjahren zeige, dass der Gipfel erst noch kommen könnte.

„Leider lassen sich viele nicht mehr impfen“, bedauert Ute Jenß. Rund 90 Prozent aller Erkrankten seien nicht geimpft, macht die Gesundheitsamts-Mitarbeiterin deutlich. „Es ist durchaus sinnvoll sich auch jetzt noch impfen zu lassen, da bis April mit einer Grippeinfektion gerechnet werden kann“, ergänzt Ute Jenß. Besonders für Risikogruppen wird eine Schutzimpfung empfohlen. Hierzu zählen unter anderem Schwangere, chronisch Erkrankte, Bewohner in Alten- und Pflegeheimen, medizinisches Personal oder Menschen in Berufen mit erhöhtem Publikumsverkehr.

Hygiene-Tipps



Vermeiden von Händegeben, Anhusten, Anniesen
Vermeiden von Berührungen von Augen, Nase oder Mund mit ungewaschenen Händen
Nutzung und Entsorgung von Einmaltaschentüchern
gründliches Händewaschen
Empfehlung für fieberhaft Erkrankte, zu Hause zu bleiben
Vermeidung von direkten Kontakten zu erkrankten Personen
regelmäßiges Lüften

 




 

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