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"Zentrumsprogramm" trägt in Güstrower Altstadt Früchte : Grau und trist war gestern

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Der nordöstliche Rand der Güstrower Altstadt, der sich lange grau und trist darstellte, ist auf dem Weg zu einem angemessenem Erscheinungsbild. Am Berge und in der Langen Straße wird ein Haus nach dem anderen saniert.

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erstellt am 30.Dez.2012 | 10:01 Uhr

Güstrow | Der nordöstliche Rand der Güstrower Altstadt, der sich lange Jahre grau und trist darstellte, ist auf dem Weg zu einem seiner exponierten Lage angemessenem Erscheinungsbild. Am Berge und in der Langen Straße wird ein Haus nach dem anderen saniert. Ein Förderprogramm zur Belebung von Stadt- und Ortsteilzentren, das seit 2008 greift, macht dies unter anderem möglich. Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt legt jetzt eine Bilanz vor. 4,2 Millionen Euro Fördermittel sind bisher in das Gebiet, das Gros davon nach der Einstufung als besonderes Fördergebiet, geflossen. Weitere Fördergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro seien gesichert. Den künftigen Bedarf beziffert Schuldt mit 3,2 Millionen Euro. Das "Zentrumsprogramm" läuft noch bis 2016.

Zunächst, so Bürgermeister Schuldt, habe der Ausbau der "Baustraße und der Langen Straße mit ihren verkehrsberuhigenden Effekten zu einer spürbaren Verbesserung der Wohnqualität geführt". Für den 1. Bauabschnitt der Straße "Am Berge" (von der Langen Straße bis zum Durchlassbauwerk) liege eine Entwurfsplanung vor. Die Realisierung sei im nächsten Jahr vorgesehen. Damit seien im Bereich "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" dann alle Straßen saniert. Es bleibt lediglich die Mühlenstraße. Mit Planung und Bau werde voraussichtlich erst 2016 begonnen. Zum einen sei es eine große Straße, zum anderen das unterirdische Leitungssystem nicht so marode wie anderswo in der Stadt, erklärt Schuldt.

Von den 57 Gebäuden in dem Gebiet (Kattrepel - Gleviner Mauer bis Wehr Am Berge - Teile Baustraße bis Fleth staken - Durchstich über Baustraße, Mühlenstraße (Höhe Derz’scher Hof) bis Hollstraße - Kattrepel, Gesamtfläche etwa 2,5 Hektar) waren 2008 mehr als 60 Prozent (35 Häuser) sanierungsbedürftig und teilweise vom Verfall bedroht. 13 Gebäude befanden sich in städtischem Besitz. Sie sind inzwischen ausnahmslos privatisiert. Für das Haus Am Berge 2, das erst 2001 in Stadtbesitz kam, werde derzeit eine öffentliche Ausschreibung mit Fördermittelzusage erarbeitet.

Sanierung von 17 Häusern im Areal steht noch aus

Als besondere Erfolge listet Bürgermeister Schuldt die Sanierung der Häuser Am Berge 10 bis 12 auf. Die Gebäude Lange Straße 1 bis 3 und die Lange Straße 48 wurden bereits 2011 saniert. Letzteres wurde mit dem Bauherrenpreis 2011 ausgezeichnet. Baustellen finden sich derzeit in der Langen Straße 5 (plus Neubau Lange Straße 4), in der Mühlenstraße 48 und 48 A (Derz’sches Haus und Hofgebäude) sowie in der Langen Straße 50. Für weitere Vorhaben Am Berge 1/Mühlenstraße 23 und Baustraße 14 (Hofgebäude) seien in diesem Jahr die Voraussetzungen für einen Sanierungsbeginn geschaffen worden, informiert Schuldt weiter. Auch an der Ecke Hollstraße 17/Baustraße 44 bestätigten die Stadtvertreter jüngst die Ausreichung von Städtebaufördergeldern.

"Handlungsbedarf für die folgenden Jahre ergibt sich für weitere 17 Objekte", schaut Bürgermeister Schuldt voraus. Perspektivisch sei für zehn Objekte eine Vollmodernisierung, für sieben eine Teilmodernisierung vorgesehen.

Ein Sondergebiet wie im Bereich Lange Straße/Baustraße/Mühlenstraße könnte sich Schuldt auch für den Knotenpunkt Gleviner Straße/Lange Straße vorstellen. Hier gibt es noch Baulücken und die Gebäude Gleviner Straße 23 bis 25, deren Sanierung die Stadt schon selbst in die Hand nehmen wollte. Jetzt habe sich doch noch ein Interessent dafür gefunden, verrät Bürgermeister Schuldt.

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