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Güstrower Anzeiger

18. August 2017 | 03:26 Uhr

Vandalismus : Grabschändung in Lüssow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Anwohner bestürzt über Vandalismus auf Friedhof / Pastorin möchte Empfinden für Gedenkorte stärken

„Das ist in meinen Augen kein Dumme-Jungen-Streich“, ist die Lüssowerin Sybille Edelberg bestürzt. Unbekannte Täter stießen am vergangenen Wochenende auf dem Friedhof der Kirchgemeinde Lüssow vier Grabsteine um. Außerdem warfen sie mehrere Ziegelsteine in eine Gruft an der Kirche. Die darin befindlichen Särge blieben unversehrt, wie die Polizei in Güstrow gestern mitteilte. Pastorin Ingeborg Bräutigam macht deutlich: „Das ist kein Spaß. Am liebsten würde ich mit den Tätern einmal über den Friedhof gehen, um ihr Empfinden für diesen Ort zu stärken.“

Aus dem Küchenfenster heraus haben Sybille Edelberg und ihr Mann Wolfgang einen freien Blick auf den Friedhof. Aufgefallen sei ihnen in den vergangenen Tagen jedoch nichts Verdächtiges. Seit 1977 wohnt das Ehepaar inzwischen in Lüssow – einen solchen Fall habe es ihres Wissens nach hier bislang noch nicht gegeben.

Bei der polizeilichen Spurensuche stießen die Beamten auf eine Fußspur an der Kirchentür. Ob diese jedoch im Zusammenhang mit dem Geschehen auf dem Friedhof steht, kann derzeit noch nicht geklärt werden. Das Kriminalkommissariat Güstrow ermittelt nun wegen Störung der Totenruhe – keineswegs ein Kavaliersdelikt: Die Straftat wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet. Hinweise werden beim Polizeihauptrevier Güstrow unter der Telefonnummer 03843 2660 entgegen genommen.



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