20 Fragen an… : Gönnt dem Hamsterrad keine Ruhe

Der Krakower Unternehmer Hannes Kremp ist viel mit dem Auto unterwegs.
Der Krakower Unternehmer Hannes Kremp ist viel mit dem Auto unterwegs.

20 Fragen an Hannes Kremp, vielfach beschäftigter Unternehmer aus Krakow am See

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22. August 2015, 06:00 Uhr

Geboren 1957 in Plau am See, ging Hannes Kremp in Krakow am See schon zur Schule, später auch in Berlin. Nach der Berufsausbildung mit Abitur in Müncheberg studierte der Krakower in Moskau Maschinenbau. Ab 1981 arbeitete Dr. Ing. Hannes Kremp im PVB Charlottenthal, dem damals volkseigenen Prüf- und Versuchsbetrieb für Landwirtschaftstechnik. Seit 1991 ist Hannes Kremp selbstständig, hatte dabei jedoch immer wieder Anstellungen in verantwortlichen Positionen in verschiedenen Unternehmen. Ab 1996 baute er sein Ingenieurbüro kontinuierlich auf heute 16 Mitarbeiter in verschiedensten Fachgebieten aus.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In der Freizeit sicher bei der Familie, die immer Rückgrat und Basis alles Handelns ist. Dann gerne in der freien Natur und Landschaft – ein Erlebnis ist immer der erwachende Morgen mit den ersten Vogelstimmen bei beginnender Dämmerung. Und beruflich – mindest die Hälfte der täglichen Zeit – das Ingenieurbüro mit hervorragenden engagierten Kollegen.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Es schwätzt sich leicht daher über Dinge, die man nicht selbst zu verantworten hat.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Sicher im Büro oder unseren Auftraggebern.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Kartoffelsammeln in Alt Sammit. Die Kinder wurden am Bahnhof Krakow mit einem offenen Anhänger abgeholt und gegen 18 Uhr wieder nach Hause gebracht. Heute undenkbar unter dem Gesichtspunkt Arbeitssicherheit und und und. Aber ein tolles Erlebnis!

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Das dürften damals Eis und Süßigkeiten gewesen sein.

Was würden Sie gerne können?
Ein Instrument spielen. Vielleicht schaffe ich es ja noch.

Was stört Sie an anderen?
Populismus – anderen nach dem Mund reden in besten Stammtischparolen. Wunderbar zu erleben auf der Informationsveranstaltung zur Windenergie im Mai dieses Jahres in Krakow am See.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Lachen gehört zum täglich Leben – ein Lächeln zu Hause oder im Büro macht viele Dinge des Lebens einfacher. Und mit einem Scherz lassen sich Konflikte besser auflösen.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich bleibe nicht stehen und drehe das Hamsterrad weiter an. Aber es macht Spaß.

Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Ich bin für Heldenverehrung nicht zu haben.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich mühe mich durch Dantes „Göttliche Komödie“.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Am liebsten jede. Fernsehen dient ja leider nicht mehr der Information.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Nicht irgendjemanden. Viel lieber sind mir die Gespräche und Kontakte mit meiner Familie, den Freunden und Kollegen.

Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Auf eine Region möchte ich mich nicht festlegen. Ab und an koche ich – im Büro. Und dann eher Eintöpfe von der deftigen Art. Die filigrane Kochkunst ist etwas für Könner – die genieße ich gerne als Konsument.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Dieses „mein Lied“ gibt es bei mir nicht. Ich liebe die Klassik, habe im Auto – zum Leidwesen meiner seltenen Mitfahrer – eine umfangreiche CD-Sammlung. Aber bei der Musik folge ich lieber der aktuellen Stimmung.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Viele kleine persönliche Geschenke sind mir sehr wichtig. Darunter zwei (metallene) Spatzen – der Spatz in der Hand…

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich sage gerne – ich bin wunschlos glücklich. Was ich (gemeinsam mit meiner Frau) haben möchte, das leisten wir uns. Aber der berühmte Traum von der Weltreise oder ähnliches – nein.

Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Ich bin seit reichlich 20 Jahren selbstständig. Für diese Gruppe von Menschen sieht der Staat eine Rentenregelung nicht vor. Insofern ist es eher die Ruhephase nach der Arbeit, die irgendwann kommen wird. Ich hoffe aber ehrlich, dass ich im Büro noch lange geduldet werde.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Herrn Oevermann und seinem Geschäftspartner Hendrik Ober-Sundermeier, bewegende Landwirte in Groß Bäbelin.

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