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Wanderweg : „Glückliche Lösung“ ohne Namen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Montag sondiert Bauausschuss Vorschläge für Stadtmauer-Wanderweg am Pfaffenbruch entlang

Seit gut einem Jahr führt ein neuer Wanderweg zwischen dem Nachtigallenberg und dem Schlossberg an der Güstrower Stadtmauer entlang. 180 000 Euro hatte sich die Stadt kosten lassen, davon wurden allerdings 75 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung beigesteuert. War anfangs, bei der Planung und während der Bauphase, noch viel Kritik zu hören – u.a. weil ein Stück des historisch gewachsenen Schulhofes des John-Brinckman-Gymnasiums zum Opfer fiel –, so überwog schnell Zustimmung, als der neue Weg nutzbar war.

Jetzt ist die Stadt auf der Suche nach einem Namen für die rund 350 Meter, die naturnah entlang dem Pfaffenbruch geführt sind und auf das Gelände der Seniorenresidenz Wutschke münden bzw. hier starten. Eine ganze Reihe von Vorschlägen sind im Rathaus eingegangen, nachdem ein Aufruf zur Namenssuche gestartet wurde. Am Montag wird sich zunächst der Bau- und Verkehrsausschuss mit den zahlreichen Gedanken befassen. Die Stadtvertretung soll am 4. Dezember entscheiden. Dass die Liste (siehe Namenssuche rechts) noch nicht vollzählig sein muss, erlebten wir bei einem kurzen Rundgang.

Gestern, an einem überwiegend trüben Herbsttag, war der Betrieb auf dem Weg naturgemäß eher gemäßigt. Sieglinde Wintzer hatte mit Tochter Konstanze Grabow viel zu bereden und wählte dazu einen Spaziergang an der frischen Luft. „Ich dachte erst“, gibt die 73-Jährige zu, „dieser Weg muss ja wohl nicht sein. Aber jetzt finde ich ihn schön.“ Gerade für Ältere und ebenso für Kinder finde sie die Route ideal. In der Altstadt groß geworden, sei dieser Flecken Güstrows für sie immer unerreichbar gewesen.„Jetzt sieht man: Er wird genutzt. Eine glückliche Lösung“, findet Sieglinde Wintzer. Nur müsse man jetzt darauf achten, dass alles ordentlich bleibt. Dass ihnen z.B. Radfahrer auf diesem Weg begegnen, sei sie nicht so gut, meint Konstanze Grabow, die ansonsten meint: „Der Weg schmiegt sich so schön an die Backsteinmauer.“

„Domblick“, das wäre doch ein schöner Name, sagt Ingrid Schulz (75) spontan. Die Rostockerin ist zu Besuch in Güstrow und wollte einfach mal abschalten – der Spaziergang erschien ihr dafür richtig. Ulrike Müller (50), die mit ihr geht, hat noch eine Idee: „Wie heißt das Gewässer dort? ,Am Pfaffenbruch’ fällt mir da ein.“ Und sie ergänzt, dass man auf Hunde hier wohl gern verzichten sollte.

Der Name ist Hilde Krenz wiederum gar nicht so wichtig. Ihr falle jedenfalls spontan keiner gerade ein, sagt sie. „Aber hier kann man schön abschalten. Ich gehe gerne hier entlang“, bekundet die 69-Jährige.

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