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Güstrower Anzeiger

13. Dezember 2017 | 12:27 Uhr

Glockengeläut über Krakower See

vom

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2013 | 05:42 Uhr

Krakow Am See | Für einige Ohren waren es wahrscheinlich eher ungewöhnliche Klänge, die am Freitagabend von der Promenade über den Krakower See schallten. Doch das jüngere Publikum verfiel in einen wahren Tanzrausch, während Tony Köster, Matthias Schröder und Michael Rohde unter freiem Sternenhimmel an den Plattentellern ihr elektronisches Können zeigten. Auch Sitah Eisel vom Kulturamt der Stadt freute sich über die großartige Stimmung zum Auftakt des 32. Krakower Fischerfestes am Freitagabend. "Spannend und an der richtigen Stelle im Programm war auch zuvor der Fischzug", sagte sie am Sonnabend mitten im lebendigen Trubel des Festes.

Am Aalrad herrscht immer gute Stimmung

Zahlreiche Besucher, eine bunte Hän dlermeile mit allerhand Leckereien und viele Angebote für Kinder - das war die Seepromenade zum 32. Fischerfest. Eine Menschentraube vor dem Aalrad der Krakower "Ureinwohner" Alfred Skodlerak und Kurt Speckin gehörte traditionell ebenso dazu. "Bei uns am Aalrad ist immer gute Stimmung. Jeder will einen Aal gewinnen", sagte der gut gelaunte Alfred Skodlerak. Derweil begrüßten Annerose Wendt vom Kulturverein und Silvia Meier von der Touristinformation, die Krakower und Gäste an dem Infostand "Kulturinsel". "Es ist wichtig, dass wir uns hier präsentieren. Viele kommen vorbei und holen sich Programmzettel ab. Auch Souvenirs konnten wir schon verkaufen", sagte Silvia Meier.

An anderer Stelle lockten 14 selbst gebackene Kuchen die Besucher an. Wie in jedem Jahr verkaufte der ehemalige Frauenchor wieder fleißig sein Backwerk. "Trotz der Auflösung unseres Chores wollten wir dieses Jahr an der Tradition festhalten", sagte Karin Roloff. Zur selben Zeit erreichte ein Floß mit hübschen Meerjungfrauen und mit Matthias Schütz als Neptun höchstpersönlich das Ufer der Seepromenade. Die vom Rudersportverein organisierte Neptuntaufe ließ so manchen Krakower ein unfreiwilliges Bad im See nehmen. Einen hohen Unterhaltungswert hatte auch das Drachenbootrennen. Zwölf Mannschaften traten an. Wie auch im vergangenen Jahr konnte sich mit dem Anglerverein eine Krakower Mannschaft durchsetzen und den Sieg heimfahren. Die Waldecker Reha-Fla-Mingos und die Belliner Karpen verschlug es auf die Plätze zwei und drei. "Schade, dass der Kulturverein ,Krakower Lachmöwen’ schon nach den Vorläufen ausgeschieden ist", so Sitah Eisel.

Als die Dämmerung hereinbrach, waren die besten Plätze an der Seepromenade schnell besetzt. Denn hier ließen sich die geschmückten Boote der Korsofahrt am besten bestaunen. Ausgefallene Ideen schipperten auf dem Wasser umher. Am meisten Aufsehen erregte der Krakower Kirchturm, erbaut vom Karnevalsverein. Das Motto "111 dB sind für den KKC ok" erklang weit über den See, nachdem der Originalton der Glocke aufgenommen wurde. Es verwunderte auch niemanden, dass die Veranschaulichung der aktuellen Debatte um das Stadtgeläut den ersten Platz in der Gruppenwertung belegte. Familie Brandenburg konnte mit einem originellen Rettungshubschrauber Platz eins in der Einzelwertung ergattern. In der neuen Kategorie Kinderpreis erhielten die Familien Fetzer, Thoralf und Lohf für ihr U-Boot und die Familie Van Veen für ihr Thema "Hawai" weitere Platzierungen. Ein Höhenfeuerwerk begeisterte anschließend die Besucher. Ohne große Zwischenfälle verlief das 32. Fischerfest, das in Koproduktion von Stadt und Tourismus GmbH organisiert wurde.

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