Neubau : Gleviner Ecke entsteht neu

Mandy Kaiser, Auszubildende bei der WGG, bestückte mit ihrem Chef Jürgen Schmidt (r.) und Bürgermeister Arne Schuldt die Kupferschatulle.
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Mandy Kaiser, Auszubildende bei der WGG, bestückte mit ihrem Chef Jürgen Schmidt (r.) und Bürgermeister Arne Schuldt die Kupferschatulle.

Grundsteinlegung zum Schluss einer schmerzlichen Lücke im Güstrower Stadtbild

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03. Juli 2015, 21:00 Uhr

„Die Barlachstadt wird wieder ein Stück schöner.“ Davon ist Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG), überzeugt, trägt sein Unternehmen doch selbst wieder zu einem Teil dazu bei. An exponierter Stelle, am südlichen Zugang in die historische Altstadt, schließt die WGG eine schmerzliche Lücke.

Die ersten Wände standen schon, als gestern der Grundstein symbolisch gelegt wurde. „Der Termin war vor Wochen abgesprochen. Die Baufirma war aber nicht zu bremsen“, erklärt Schmidt den ungewöhnlichen Vorgang. In einem fast fertigen Raum platzierte Bürgermeister Arne Schuldt die kupferne Schatulle in der Bodenplatte, wo die Maurer wohlweislich ein Loch gelassen hatten. Mandy Kaiser, Auszubildende bei der WGG, befüllte das Stück Rohr – und hatte gut zu tun, alles unterzubringen: Stadtanzeiger, eine Erinnerungsmünze an die 750-Jahrfeier, die Mieterzeitung, einen Einkaufschip, Planzeichnungen… und natürlich die obligatorische Tagesausgabe der Schweriner Volkszeitung. Von den Bauklempnern Marcel Voß und Wilfried Vossler sauber verlötet, verschloss Vorarbeiter Thomas Barenthin die kleine Nische mit frischem Mörtel.

Auf diesem „Stein“ entsteht nach den Plänen des Güstrower Architektenbüros Kruse und Fliege ein Eckhaus, das den Platz des früher hier stehenden Hotels „Stadt Krakow“ einnehmen wird. Das alte Hotel, dem Verfall preisgegeben, wurde vor Jahren abgerissen, darauf „vergrößerte“ sich die Lücke zur Langen Straße hin immer mehr. In einem Jahr sollen hier nun neue Mieter in sieben Wohnungen und ein Geschäft einziehen. Gut 1,1 Millionen Euro lässt die WGG sich das kosten, einen Zuschuss (125  000 Euro ) gibt’s aus Städtebaufördermitteln.

Ist dieser erste Bauabschnitt fertig, will die WGG auch die sich anschließende Lücke in der Gleviner Straße neu bebauen. Die frühere chemische Reinigung wird dazu abgerissen. Die neue Gleviner Straße 16 soll dann drei Wohnungen und ein kleines Geschäft aufnehmen. Vier Wohnungen in der künftigen Langen Straße 26 sollen folgen.

Den Bauablauf kann man übrigens im Internet verfolgen. Die WGG hat dazu eine Kamera stationiert, die alle zehn Minuten „abdrückt“, was am Ende einen Film ergibt.  

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