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SVZ-Wochenend-Interview : Gleich drei große Leidenschaften

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Rudi Schröder: Der Güstrower war 55 Jahre im Handball aktiv und engagiert sich seit 15 Jahren bei den Sportchronisten.

55 Jahre Handball – 15 Jahre Sportchronist. So beschreibt der Güstrower Rudi Schröder selbst sein Leben. Der heute 76-Jährige wurde in Schwerin geboren und begann 1959 seine Lehrertätigkeit an der Güstrower Fritz-Reuter-Schule. 23 Jahre lang arbeitete er an dieser Schule. 1982 bis 1990 war Rudi Schröder Sportfunktionär beim Kreisvorstand Güstrow
des DTSB und in dieser Zeit verantwortlich für die Entwicklung des Nachwuchsleistungssports im Kreis Güstrow. Bis zum Eintritt ins Rentenalter im Jahre 2004 war er Erzieher und Lehrer beim Internationalen Bund in der Goldberger Straße. „In meinem Leben hatte ich drei große Leidenschaften: Die Kraft für die Entwicklung des Handballsports in Güstrow, das Interesse für die Erforschung der Güstrower Sportgeschichte und nicht zuletzt die Liebe zu meiner Ehefrau Edith Schröder“, sagt er. Sein größter Erfolg als Handballtrainer war die Entdeckung und Förderung des ehemaligen Nationalspielers Holger Schneider. Ab 1994 war Schröder Vereinsvorsitzender, Schatzmeister und Vorstandsmitglied bis 2010 beim Güstrower HV 94. Seit 2002 arbeitet er im Vorstand der Güstrower Sportchronisten.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In den letzten Jahren suche ich immer intensiver den Ausgleich von körperlicher und geistiger Arbeit zu finden. Wenn ich nicht im Büro der Sportchronisten arbeite, dann halte ich mich bei der
Gartenarbeit auf.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich fahre wie viele Güstrower Bürger gerne mit dem Fahrrad. Manchmal ärgert mich der schlechte Zustand der wenigen Radwege in unserer Stadt. Darauf würde ich ein Schwerpunkt legen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In unserer Gartenanlage „Fortschritt“. Hier kann man mit vielen gleichgesinnten Menschen das Gespräch suchen und sich über Stadtpolitik und erfolgreiche Gartenarbeit austauschen.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Das war in den Jahren nach dem Krieg. Als Schüler sammelten wir auf dem Kartoffelacker die Kartoffelkäfer und im Roggenfeld die „Mutterkörner“. Es war eine mühsame Arbeit, wir bildeten uns ein, wir wurden gut bezahlt.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe mir mit dem verdienten Geld Indianerbücher gekauft.
Was würden Sie gerne können?
Mein Traum war es immer, ein Musikinstrument spielen zu können. Ich musste aber bald erkennen, das wird nichts, weil ich kein musikalisches Gehör hatte.
Was stört Sie an anderen?
Unzuverlässigkeit, Unpünktlichkeit und die Unwahrheit zu sagen.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Bei der letzten „Upps-Pannenshow“ am Sonntagabend.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Ich habe mich mit meiner Frau gestritten, obwohl sie im Recht war. Das sollte man nicht machen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Der ehemalige Handballspieler aus Güstrow. Der Spieler Peter „Pit“ Randt hatte 112 Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft und warf 221 Tore. Hut ab vor dieser sportlichen Leistung. Einmal im Monat telefonieren wir.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Aus Zeitmangel im Moment nichts.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Das Nordmagazin, Sportsendungen Fußball wie Handball, Volleyball und Leichtathletik.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch. Ich schaue mir aber gerne in der Sport- und Kongresshalle oder in der Sporthalle Kessiner Straße Handballspiele des GHV 94 an.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Den Entertainer Klaus-Jürgen Schlettwein. Haben zusammen Volleyball gespielt.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich stehe auf mecklenburgische Gerichte wie Rippenbraten, Wrukeneintopf, Blut und Grützwurst und ähnliches.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Das sind viele alte Schlager.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Mein Sohn Torsten schenkte mir zum 60. Geburtstag einen sehr alten Bierkrug – ein Reservistenkrug. Mein Sammlung wurde damit reicher.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Eine Reise ins Gebirge : Bayrischer Wald oder Schwarzwald – aber kein Hochgebirge.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Die Gestaltung der Freizeit muss gut geplant werden: Reisen mit dem Auto, Fahrradtouren, Freunde besuchen und auch die Gartenarbeit.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Sportfreund Ralf Böttcher organisiert hauptamtlich beim LSB für Kinder Sportfeste, Sportspiele, und absolute Höhepunkte in ganz MV.

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