Glasewitz : Glasewitzer sagen Straßenbau ab

Anfang 2018  will Bürgermeisterin Grit Goldbach mit dem Umbau des Gemeindezentrums in Glasewitz beginnen. Der Straßenbau ist hingegen abgesagt.
Anfang 2018 will Bürgermeisterin Grit Goldbach mit dem Umbau des Gemeindezentrums in Glasewitz beginnen. Der Straßenbau ist hingegen abgesagt.

Gemeinde nicht bereit, die von Baufirmen geforderte hohe Bausumme zu zahlen. Fördermittel zurückgegeben. Erneute Ausschreibung.

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22. September 2017, 05:00 Uhr

Die ursprünglich für diesen Herbst geplante grundhafte Sanierung der Lindenstraße in Glasewitz (SVZ berichtete) wird auf das nächste Jahr verschoben. Den Grund erläutert Bürgermeisterin Grit Goldbach: „Es haben sich nur zwei Baufirmen beworben. Und die lagen preislich so hoch, dass uns die Straße knapp eine halbe Million Euro gekostet hätte.“ Da wollte die Gemeinde nicht mitgehen. „Wir sind nicht bereit, diese hohe Bausumme zu zahlen.“ Geplant waren 350 000 Euro für die Sanierung der Lindenstraße.


Beginn Sanierung noch völlig offen


Mit dieser Summe plant die Gemeinde auch weiterhin und will die Straßensanierung noch einmal ausschreiben. Goldbach hofft, dass sich der Markt für den Straßenbau Anfang des nächsten Jahres wieder normalisiert, was die Preise angeht, und, dass sich mehr als nur zwei Baufirmen bewerben. Wann die Sanierung der Straße dann nächstes Jahr beginnen kann, ist noch völlig offen.

Zumal die Gemeinde erneut Fördermittel beantragen muss. Für die in diesem Jahr geplante Maßnahme waren bereits Fördermittel in Höhe von 210 000 Euro vom Land geflossen. Die hat die Gemeinde jetzt wieder zurückgegeben, da das Geld noch dieses Jahr hätte verbaut werden müssen. „Es ist alles auf das nächste Jahr verschoben“, sagt Goldbach. Dabei beharrt sie auf den geschätzten Baukosten von 350 000 Euro. „Alles andere würde Mehrkosten für die Gemeinde bedeuten und die Anliegerbeiträge in die Höhe treiben. Die Belastung wäre zu doll“, sagt sie. Die Lindenstraße soll grundhaft saniert werden, inklusive neuer Bürgersteige sowie neuer Straßenbeleuchtung.


Gemeindezentrum wird teurer


Im Gegensatz zur Lindenstraße geht es bei der geplanten Renovierung des Gemeindezentrums in Glasewitz voran. „Die Auftragsvergabe läuft“, informiert die Bürgermeisterin. Allerdings könne dieses Jahr noch nicht begonnen werden. „Wir hoffen, dass die Bauphase im Februar 2018 starten kann“, sagt Grit Goldbach. Auch die ursprünglich für die Sanierung geplanten 60 000 Euro würden nicht ausreichen. „So wie wir das Gemeindezentrum gestalten wollen, kommen wir mit dieser Summe nicht aus“, so die Bürgermeisterin. Der Umbau sei dringend geboten, um Kita und Gemeindesaal räumlich besser voneinander zu trennen, erklärt sie. Goldbach geht von Kosten in Höhe von 100 000 Euro aus. „Das bezahlen wir aus dem Gemeindehaushalt.“

Der Umbau soll in der Hälfte des Gebäudes beginnen, wo sich die Kita befindet. Die Kita bekommt eine eigene Küche, eine eigene Toilette für Erwachsene sowie einen eigenen Abstellraum. Im Anschluss folgt der Umbau der Gemeindehälfte. Der Gemeindesaal erhält eine Außenterrasse, es gibt komplett neue Sanitäranlagen und die Küche wird verkleinert. Auch eine neue Garderobe soll entstehen.

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