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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 10:44 Uhr

Kunstwerk : Gläserne Botschafter

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Maler Lars Lehmann beendet größere Arbeit

Der Güstrower Maler Lars Lehmann steht kurz vor dem Abschluss einer größeren Arbeit: „Die Botschafter“, Stillleben auf einem 251 mal 58 Zentimeter großen Gemälde.

Ende 2013 begann der Künstler mit ersten Überlegungen für dieses Vorhaben. Auf dem Fensterbrett seines Ateliers gruppierte der 48-Jährige dazu seine „Models“ – eine Ansammlung von in Form und Farbe sehr verschiedenen Glasgefäßen. „Ich habe ein bisschen herumexperimentiert, aber mich ziemlich früh auf die Anordnung festgelegt“, erinnert sich Lehmann. Danach folgten umfangreiche Studien von einzelnen Gefäßen, von Gruppen und schließlich vom gesamten Ensemble.

Wichtig war ihm der Hintergrund. Da gibt es eine Fassung, auf der das Fenster mit den Glasgefäßen den Blick auf eine Küste freigibt. Letztlich entschied sich der Künstler aber für eine weite, flache und von der Sonne beschienene Landschaft. Auch die variierte er mehrfach, bis er mit dem Zusammenspiel der Farben zufrieden war. Nun kommt es auf Genauigkeit an. „Der letzte Pinselstrich ist immer der wichtigste, denn der bleibt auf dem Bild“, sagt der Künstler.

Freilich hat der Maler nicht die gesamten zwei Jahre über an den „Botschaftern“ gearbeitet. Andere, kleinere Stillleben entstanden zwischendurch, und im ersten Halbjahr 2015 widmete er sich einem besonderen Projekt: Der Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern hatte für seine 25. Kunstschau „Neugier“ das Motto „Dialog der Generationen“ herausgegeben. Dafür hatte sich Lehmann mit dem in Bergfeld lebenden Töpfer Armin Rieger zusammengetan, hatte Werke des 66-Jährigen gemalt und ihn beim Arbeiten beobachtet. Das Ergebnis dieses „Dialogs der Generationen“ war über den Sommer in der Ausstellung im Schweriner Marstall zu sehen.

Überhaupt war 2015 für Lars Lehmann ein erfolgreiches Ausstellungsjahr. Seine Werke waren unter anderem in der Galerie der Müritz-Sparkasse in Waren und Röbel, in der Galerie im Torhaus in Rathenow und in Timmendorfer Strand in der Ausstellung „Die Norddeutschen Realisten“ zu sehen.

Seit 2000 lebt und arbeitet der in Greifswald geborene Künstler in der Barlachstadt. In seiner Wahlheimat zeigte er 2011 eine umfangreiche Personalausstellung in der Städtischen Galerie Wollhalle. Recht früh legte sich der Meisterschüler von Professor Volker Stelzmann, der auch Porträts, Landschaften und Gebäudeensembles malt, auf das Stillleben fest. Die Genauigkeit und lange Verfügbarkeit des Arrangements und die Möglichkeiten, damit Botschaften zu vermitteln, faszinieren den Künstler immer wieder. Wie erfolgreich Lehmann in seinem Metier ist, erfuhr er erst kürzlich wieder. Da hatte er Besuch von Mitgliedern der Kunstkommission des Landes, die zwei seiner Stillleben für die Kunstsammlung Mecklenburg-Vorpommerns erwarben.

Sein Gemälde „Die Botschafter“ wird sicher auf einer Ausstellung im nächsten Jahr zu sehen sein. Konkrete Orte und Termine gibt es dafür aber noch nicht.

 


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