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Festspiele MV in Rühn : Gipfeltreffen der Preisträger

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gastieren mit „Preisträger-Projekt“ am Freitag um 19.30 Uhr in der Klosterkirche in Rühn

Seit Montagfrüh wird geprobt: Für das „Preisträger-Projekt“ der Festspiele MV versammeln sich die diesjährigen Preisträger in Residence vom Streichquartett „Quatuor Ebène“ sowie weitere Festspielpreisträger wieder im Schloss Hasenwinkel für gemeinsame Proben. Zugleich treten sie, in verschiedenen Zusammensetzungen, ab heute bei insgesamt sechs Kammermusik-Konzerten auf. „Die Idylle und Abgeschiedenheit des Schlosses Hasenwinkel kennen viele der Musiker bereits und lieben es“, so MV-Festival-Sprecherin Ilka von Bodungen gegenüber SVZ.

Den Auftakt bildet das heutige Konzert um 19.30 Uhr in Hasenwinkel. Schlag auf Schlag geht es dann täglich weiter mit Auftritten morgen in Schwerin, am Freitag in Rühn (jeweils 19.30 Uhr), am Sonnabend in Wismar (18 Uhr) sowie zum Abschluss am Sonntag, dem 2. August, in Ulrichshusen (12 und 16 Uhr). Das Interessante daran: Es wird jeweils in ganz unterschiedlichen Besetzungen gespielt, auch kommen verschiedene Instrumente (Streicher, Klavier, Holzbläser) zum Einsatz. Einzige Konstante: In allen sechs Aufführungen wirkt das französische Streichquartett „Quatuor Ebène“ mit.


Es gibt noch Karten für Klosterkirche Rühn


Außer für heute sind für alle Konzerte noch Karten verfügbar. Sie gibt es telefonisch unter 03 85/591 85 85, unter www.festspiele-mv.de und an den bekannten Vorverkaufskassen oder an der Abendkasse.

Das französische Streichquartett „Quatuor Ebène“ war 2005 erstmals bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und überzeugte Publikum und Jury gleichermaßen. 2015 gestalten sie als Preisträger in Residence maßgeblich die Festspielsaison. Neben ihnen sind im „Preisträger-Projekt“ weitere hochkarätige, mit den Festspielpreisen ausgezeichnete Musiker zu erleben: Matthias Schorn, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, gewann 2005 den Solistenpreis. Der den Festspielen sehr verbundene Cellist Daniel-Müller Schott wurde als erster Solistenpreisträger überhaupt 1995 ausgezeichnet. Beide waren bereits Preisträger in Residence. Außerdem dabei sind die Geigerin Vilde Frang (Solistenpreis 2010), der Geiger Phillip Bohnen (Ensemblepreis 2011), die Pianisten Jonathan Gilad (Solistenpreis 2000) und David Kadouch (Publikums 2008), das Holzbläserensemble Quintette Anquilon (Ensemblepreis 2007), der Bratschist Krzystof Chorzelski des „Belcea Quartets“ (Ensemblepreis 1991) sowie als Gäste Laurène Durantel am Kontrabass und Nicholas Angelich am Klavier.

Der „Brahms-Zyklus III“ erklingt am Freitag um 19.30 Uhr in der Klosterkirche Rühn. Diesmal spielen die Preisträger Brahms Klaviertrio Nr. 2 C-Dur aus den Jahren 1880 und 1882, bei dessen Uraufführung während eines Kammermusikabends im Frankfurter Saalbau der Komponist selbst den anspruchsvollen Klavierpart übernahm. Es ist ein eher zurückhaltendes Werk, welches aufgrund seiner kompositorischen Raffinessen u. a. von Clara Schumann hoch geschätzt wurde.

Es schließt sich das Horntrio Es-Dur von 1865 an, das eines der persönlichsten Werke des Komponisten ist. So war das Horn Brahms erstes Lieblingsinstrument und der dritte, äußerst schwermütige Satz kann als Trauergesang auf den Tod seiner kürzlich verschiedenen Mutter verstanden werden. Das Klavierquartett Nr. 2 in A-Dur gehört zu den umfangreichsten Werken dieser Gattung. 1862 erstmals aufgeführt, erreichte es nie die Popularität seines Vorgängers, kann sich jedoch aufgrund seines kompositorischen Anspruchs durchaus mit ihm messen.

Zum Abschluss am Sonntag ist das „Preisträger-Projekt“ gleich mit zwei Konzerten in Ulrichshusen zu hören.


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