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Güstrower Anzeiger

14. Dezember 2017 | 03:30 Uhr

Schloss Diekhof : Gewölbekeller ersteht neu

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kölner saniert nach ehemaligem Marstall und Kapelle nun auch den Gewölbekeller des abgebrannten Schlosses in Diekhof

Nicht genug, dass Peter Stammler den ehemaligen Marstall in Diekhof sanieren bzw. nach historischem Vorbild wieder aufbauen ließ und die Kapelle saniert, nun werden auch die Kellergewölbe des Schlosses wieder nutzbar gemacht. Jahrzehnte lag ein riesiger Schuttberg darauf. Der wird nun Stück für Stück weggeräumt. In den ersten Maitages 1945 war das Diekhofer Schloss abgebrannt. Geblieben waren der Marstall und die Gutskapelle.

Unter dem Schuttberg habe es immer wieder Einstürze gegeben, berichtet der Kölner Kaufmann mit Wurzeln in Mecklenburg. Schon allein um Gefahren abzuwenden, habe er tätig werden müssen. Nun hätte man alles zusammenschieben und verdichten können, sagt der 74-Jährige. „Das aber ist keine Option für mich“, fügt er hinzu. Er habe vor rund 15 Jahren nicht Marstall und Schlossgelände, später auch die Kapelle und den Park gekauft, um alles sich selbst zu überlassen. Er will seinen Möglichkeiten entsprechend Mecklenburg etwas zurückgeben, etwas, das wie die Reste der Diekhofer Schlossanlage fast verloren schien.


Kellerräume für Mieter im Marstall


So lässt Peter Stammler nun die Kellergewölbe freilegen und sanieren. Manche – insbesondere im Mittelteil– seien noch sehr gut erhalten, berichtet er. Andere müssen ausgebessert und neu aufgebaut werden. Die Mieter im Marstall hätten keine Keller und auch sonst wenig Abstellmöglichkeiten. Diese werden sie im alten Gewölbekeller bekommen, kündigt Peter Stammler an. Ansonsten müsse man „schauen, was noch möglich ist“. Ein Notdach werde aufgesetzt. Damit werde dann auch mehr als bisher erkennbar, wo das Schloss aus dem 18. Jahrhundert stand und welche Ausmaße es hatte. An der einen Seite habe man begonnen und werde sich zur anderen Seite vorarbeiten.

Fast abgeschlossen ist die Sanierung der 1768 erbauten Kapelle. Peter Stammler spricht von Restarbeiten, die noch zu erledigen seien. Erst zu Pfingsten hatte es bei den Besuchern zu „Kunst offen“ viel Staunen und Anerkennung gegeben. Am Sonnabend haben Neugierige erneut die Möglichkeit, während der Mittsommer-Remise um 16, 18 und 20 Uhr klassische Musik in der Kapelle zu hören. Außerdem werden Spaziergänge durch den Park und bei Nachfrage auch Führungen angeboten. Im Park ließ Peter Stammler u.a. ein für damalige Zeit typisches Teehäuschen wieder herrichten.

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