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Landtagswahl : Gewissenhaft und fleißig gezählt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schweriner Volkszeitung begleitete gestern Auszählung der Stimmzettel im Wahllokal im Technischen Rathaus in Güstrow.

von
erstellt am 05.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Punkt 18 Uhr erklärte Wahlvorsteher Detlef Wenzek gestern Abend im Wahlbüro im Technischen Rathaus in der Güstrower Baustraße den Wahlvorgang für beendet. Tische wurden zusammengeschoben, die Wahlurne ausgekippt und sogleich machten sich Wenzek als Mitarbeiter der Stadtverwaltung und fünf weitere Wahlhelfer ans Zählen. Neben der SVZ begleiteten auch zwei Bürger das Auszählen der Stimmen. Der Zutritt zum Wahlraum war währenddessen jederzeit möglich. So wurde größtmögliche Transparenz gewährleistet.

In der Stadt Güstrow wurden gestern 24 146 Bürger an die Wahlurnen gerufen. Sie konnten ihre Stimme in einem der 16 Wahllokale im Stadtgebiet abgeben. Im Wahllokal im Technischen Rathaus waren 1533 Wahlberechtigte registriert. 234 davon hatten im Vorfeld bereits die Briefwahl genutzt. Vor Ort gaben hier gestern 647 Güstrower Bürger ihre Stimme ab.

Bereits Tage vor der Landtagswahl herrschte Stress in der Güstrower Stadtverwaltung. Wahlhelfer meldeten sich krank, Personal musste zwischen den einzelnen Wahlbüros hin- und hergeschoben werden. Zudem wurden sämtliche Wahlhelfer für ihre gestrige Aufgabe geschult. Insgesamt 77 Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren gestern im Einsatz. „Alle die verfügbar waren“, erläutert Gemeindewahlleiterin Cornelia Prüfer. Hinzu kamen weitere 24 ehrenamtliche Wahlhelfer. „Das reicht gerade so aus für die 16 Wahllokale und die zwei Briefwahlbezirke“, sagt sie. Cornelia Prüfer hätte sich noch mehr freiwillige Wahlhelfer gewünscht. Denn wenn jemand ausfalle, gäbe es kaum eine Reserve. Jedes Wahllokal muss mit mindestens fünf Leuten ausgestattet sein.

Besonders das Auszählen der Briefwahlbezirke sei ein großer Aufwand, da man unzählige Briefumschläge öffnen müsse. Laut Cornelia Prüfer sei die Beteiligung an der Briefwahl in diesem Jahr „ungewöhnlich gut“ gewesen. 2671 Briefwahlumschläge mussten gestern in Güstrow geöffnet werden. Bei der Landtagswahl 2011 waren es lediglich 1930. Für die Gemeindewahlleiterin ein positives Zeichen für die Wahlbeteiligung.

Im Wahllokal im Technischen Rathaus zählten die Wahlhelfer gestern zunächst die Stimmzettel selbst – konzentriert und ohne einen Ton. Dann wurden sämtliche Zettel, bei denen die Erst- und Zweitstimme gleich waren, feinsäuberlich in Zehnerstapeln auf den Tischen sortiert. Wahlhelfer Lucas Wiedewald wuselte um die Tische und befüllte die einzelnen Stapel. „Als Politikstudent macht mir das hier natürlich Spaß“, sagte er und sortierte fleißig weiter. Auch ein Stapel für ungültige Stimmzettel wurde angelegt. Zum Schluss waren es sieben. Manche hatten gleich zehn Parteien angekreuzt oder den Wahlzettel komplett durchgestrichen.

Länger dauerte dann das Auszählen der Stimmzettel, auf denen die Erst- und Zweitstimme unterschiedlich waren. Hier wurden Strichlisten geführt. Alles wurde noch einmal gegengezählt von einem anderen Wahlhelfer. Nach zwei Stunden war das Auszählen beendet. Im Wahllokal in der Baustraße hatte die SPD die Nase vorn, gefolgt von CDU, AfD und der Linken. Doch Wenzek war wichtiger, dass alles ordnungsgemäß abgelaufen war. Es gab keine Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung.  

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