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Babysachenbörsen : Gewinn auf beiden Stand-Seiten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kaufhäuser von Müttern initiiert erfreuen sich großer Beliebtheit / Vier Börsen für Baby- und Kindersachen, Spielzeug und mehr lockten

Das Interesse an Börsen für gebrauchte Baby- und Kleinkindsachen ist nach wie vor groß. Am Wochenende lockten gleich vier dieser Art zahlreiche Mütter, Väter und Großeltern an. Dabei werden von den Eltern gut sortierte Stände bevorzugt, etwa bei der 15. Auflage im Van-der-Valk-Resort Linstow, wo die Börse erstmals im großen Festzelt vorbereitet wurde.


Viele packen an bei Aufbau der Stände


„Das System hier ist gut, da kann ich entsprechend der Größen nach dem schauen, was ich suche“, sagt Regina Arens (34). Die gebürtige Güstrowerin lebt heute in der Lüneburger Heide, möchte aber keine Börse für Kindersachen in Lalendorf verpassen. „Ich versuche es jedes Jahr zu schaffen, gerade an diesem Wochenende die Schwiegereltern in Raden zu besuchen“, so die 34-Jährige. Immerhin 50 Mütter haben Kleidung abgegeben.

Das Geld für die Teilnahme kommt dem Kindergarten zugute. Organisiert wird die Lalendorfer Börse vom Elternrat des Kindergartens der Volkssolidarität im Ort. Die Mitarbeiter kostet das Sortieren der Sachen zwar viel Zeit, doch sie wissen auch, dass genau das den Käufern gefällt. „Sie können gezielt schauen und müssen nicht an jeden Stand gehen, ob das Gesuchte dort angeboten wird“, sagt Andrea Bommhardt, die die Fäden in der Hand hält. Dabei haben 15 ehrenamtlich Aktive mit angefasst. Sechs Wochen vorher hängen sie die Informationen für ihre Börse aus, die zweimal im Jahr angeboten wird. Die nächste gibt es am 7. März.


Erlös kommt wieder jungen Müttern zu Gute


Einige der Käufer waren zuvor bereits im KMG-Klinikum unterwegs. Antje Rode aus Güstrow etwa schaut gern, ob sie etwas für ihre drei Kinder findet. Doch auch Omas sind gern unterwegs und halten Ausschau nach einer Mütze, einem Pullover oder ähnlichem. Hannelore Acker suchte nach einer dicken Hose am Stand von Anja Fenske, die zum zweiten Mal im KMG-Klinikum dabei ist. „Es wäre nicht so schlecht, wenn es noch ein oder zwei Börsen mehr geben würde“, meint die zweifache Mutter aus Suckow.

Für Familie Schulze aus Güstrow ist die Teilnahme an der Börse ein „Familien-Event“. Mit Ehefrau Carla und Tochter Rosalie hat der 37-Jährige seine Freude am Verkauf von Spielen und wenig gebrauchter Kleidung. „Es wäre doch zu schade, es wegzuwerfen“, sagt der Familienvater. „Nach wie vor ist die Nachfrage groß“, sagt Organisatorin Kristin Roock. 43 Stände wurden bei der elften Börse aufgebaut. Von der Standgebühr der Teilnehmer werden hier Mütter von Zwillingen sowie jede 100. Geburt in der Klinik mit einem Gutschein erfreut, ebenso Mütter, die Heiligabend oder zu Neujahr entbinden.


Gedränge bei der Feuerwehr


Am Sonnabendnachmittag konnten Mütter dann etwas weiter südlich in den Landkreis fahren. Auch das Feuerwehrgebäude in Kuchelmiß war mit Kleidung, Spielsachen, Kinderschuhen, Babyartikeln gut gefüllt – die siebente Börse, die Tina Ochmann organisiert hat. „Es waren immer alle Börsen schon besetzt, so dass ich gedacht habe, ich könnte auch eine eigene organisieren“, sagte sich die 37-Jährige.

19 Stände waren diesmal aufgebaut. Beate Hanke-Metz war erstmals dabei. „Ich habe jetzt so viele Sachen, so dass ich unbedingt mal etwas aussortieren musste“, sagte sie. Solch eine Börse für Kindersachen sei eine gute Möglichkeit noch gute Kleidung, aber auch Accessoires für Babys anzubieten. Tipps für werdende Muttis hatte sie gleich passend dazu parat. Anne Seemann aus Güstrow z.B. fand Rock, Hose und Pullover für ihr Kind. Für die Mutter sind Börsen dieser Art wichtig. „Wenn die Kinder im Kindergarten sind und die Sachen manchmal nur einmal tragen und dann sind sie kaputt, ärgere ich mich doch, wenn ich dafür eine Menge Geld ausgegeben habe“, sagt sie. So kommt eben jeder auf seine Kosten: Käufer wie Verkäufer.

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