Gesundes Klima für Kunst schaffen

1 von 1

svz.de von
06. November 2009, 05:25 Uhr

Güstrow | Die umfangreichste Sanierung in der Geschichte des Güstrower Schlosses steht unmittelbar bevor. Schon im März 2010 soll es mit dem Nordflügel losgehen. Bei den 17,5 Millionen Euro, die in die Sanierung von Güstrows Wahrzeichen fließen, handelt es sich um eine der kostspieligsten Baumaßnahmen des Betriebs für Bau- und Liegenschaften MV (BBL) in den kommenden Jahren.

In zahlreichen Schlössern in MV stehen demnächst Sanierungen an. So in Bothmer, Ludwigslust, Mirow und auch Schwerin. Sie werden Stück für Stück wiederhergestellt. "Der Unterschied in Güstrow ist, dass wir in einem relativ kurzen Zeitraum, ohne Unterbrechungen sehr viel schaffen wollen", sagt Heike Kramer, leitende Dezernentin für die staatlichen Schlösser und Gärten im BBL. Diese Landesbauverwaltung übernimmt im Auftrag des Landes die anstehende Großsanierung in Güstrow.

In der Schlösserverwaltung des BBL nimmt Güstrow als bedeutensdes Renaissanceschloss in MV eine Spitzenposition ein. So fließen in das Schloss selbst 16 Millionen Euro, in den Renaissancegarten noch einmal 1,5 Millionen Euro. Teurer ist nur noch die geplante Sanierung des Schlosses Bothmer mit 18 Millionen Euro. "Wir müssen diesen Aufwand betreiben, um das Gebäude in Güstrow so aufzurüsten, damit es für das hier ausgestellte Kunstgut verträglicher ist", sagt Heike Kramer. "Wir müssen ein gesundes Klima schaffen für die Kunst."

Flügelweise will der BBL vorgehen. Los geht es mit dem Nordflügel im März 2010, das steht jetzt fest. "Dann wird das Schloss allerdings noch keine Großbaustelle sein, sondern die vorbereitenden Arbeiten beginnen", sagt Heike Kramer. Erste Bereiche des Nordflügels, hier befindet sich auch die Schlossverwaltung, müssen dann geräumt werden. Die ersten Baumaßnahmen werden das Dach, die Fassade und die Fenster betreffen, dann beginnt der Innenausbau. Danach kommen die nächsten beiden Flügel dran. "Wir werden abschnittsweise vorgehen, um das Haus so lange wie möglich für die Besucher offen zu halten", so Heike Kramer. Eine komplette Schließung des Touristenmagneten für einen bestimmten Zeitraum kann sie dennoch nicht ausschließen.

Heike Kramer kann noch nicht sagen, wie lange die Komplettsanierung des Schlosses dauern wird. "Das wird sich zeigen, wenn wir angefangen haben", sagt sie. Der BBL habe jedoch das Jahr 2015 für ein Ende der Bauarbeiten im Blick. "Aber wir müssen auch mit Überraschungen rechnen", sagt Heike Kramer.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen