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Bebauungsplan : Gesucht: mehr Attraktivität am „Freizeittreff“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakows Stadtvertreter ändern Bebauungsplan an B103 / Ziel: Statt Hotels nun Ferienhäuser

svz.de von
erstellt am 16.Dez.2015 | 17:52 Uhr

Unbefriedigend entwickelte sich aus Sicht der Stadt der bebaute Uferstreifen am Krakower See im Norden des Luftkurortes. Speziell im Gebiet um das frühere Sägewerk erfüllten sich die Hoffnungen aus dem 1999 aufgestellten Bebauungsplan nicht. Hotels und Pensionen auf dem B-Plan „Freizeittreff am Krakower See“ – das war und bleibt wohl auch Illusion. In den 15 Jahren klappte es lediglich mit dem Aspekt „Freizeitanlagen“: Es entstand ein Restaurant mit Bowlingbahn und Biergarten, im Außenbereich gibt es kleinere Sportanlagen wie ein Volleyballfeld sowie einen Fahrradverleih. Ansonsten viel kleinteilige Bebauung, von der aber ein Großteil brach liegt.

Mit einer Änderung des B-Planes soll das gesamte Gelände an der B103 vor dem Ortseingang von Güstrow kommend attraktiver gestaltet und zweckmäßiger nutzbar gemacht werden. Konkret, so sieht es der jetzt verabschiedete Beschluss vor, werden folgende neue Ziele definiert: südlich des Gaststättenbereiches, also zum Ort hin, dürfen Wohnhäuser gebaut werden, und im Norden anstelle von Hotels und Pensionen nun Ferienhäuser. Um Ferienhäusern einen angemessenen Raum zu gewähren, wird das Bebauungsgebiet zum Ortskern sowie zur Güstrower Chaussee hin erweitert.

Neu im B-Plan ist auch die Ausweisung des südlichen Teiles als so genanntes Mischgebiet. Das macht sich erforderlich, um der mit den Wohnungen neuen Gemengelage mit dem anschließenden Freizeittreff Rechnung zu tragen. Das bedeutet zugleich, dass in diesem Bereich Gewerbe in bestimmten Grenzen zulässig ist, das das Wohnen nicht wesentlich stört. So wären etwa Geschäfte und Gaststätten, Verwaltung und soziale Einrichtungen, aber auch Sport und Kultur möglich. Wegen der Enge des Geländes ausdrücklich ausschließen wollen die Krakower Stadtvertreter jedoch die Ansiedlung von Gartenbaubetrieben, Tankstellen und bestimmten Vergnügungsstätten.

Vorhabenträger ist ein privater Investor. Mit diesem soll ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen werden. Damit sollen Einzelheiten wie z.B. Kostenfragen, geregelt werden.

Der Aufstellungsbeschluss wurde durch die Stadtvertretung einstimmig gefasst. Bürgermeister Wolfgang Geistert, der als Planer auftritt, stimmte nicht mit ab.

 

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