Internationaler Museumstag : Gesicht in Stein für die Ewigkeit

Ganz entspannt lauschten die vielen Besucher auf dem Franz-Parr-Platz den Filmmelodien, die die Musiker des Sinfonischen Blasorchesters der Musikschule darboten.
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Ganz entspannt lauschten die vielen Besucher auf dem Franz-Parr-Platz den Filmmelodien, die die Musiker des Sinfonischen Blasorchesters der Musikschule darboten.

Führungen und vieles mehr beim Internationalen Museumstag in Güstrow.

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13. Mai 2018, 21:00 Uhr

Entspannt und versöhnlich ging der Museumstag mit einem Konzert des Sinfonischen Blasorchesters der Musikschule auf dem Franz-Parr-Platz in Güstrow zu Ende. Die Stühle reichten nicht aus, Platz fanden die Menschen dennoch – am Denkmal und unter den Buchen.

Zu besonderen Führungen, zu Kino und zu künstlerischer Tätigkeit war zuvor im Stadtmuseum, im Schloss und im Krippenmuseum eingeladen worden. Zeit für die Ausstellung zum 20. Jahrhundert im Stadtmuseum hatte sich Friederike Neubert genommen. „Es ist ein wunderbares Angebot. Die Mitarbeiter sind sehr engagiert“, lobt die Neuhoferin, bedauert aber ein eher verhaltenes Interesse der Güstrower. Strand und Garten mögen gestern mehr gelockt haben.

Christian Höser machte sich an eine Reliefarbeit und zeigte keine Scheu im Umgang mit Hammer und Meißel sowie der Flex . Tipps bekam er von Andreas Hedrich vom Kinder-Jugend-Kunsthaus. Für Kinder hatte dieser Ytong-Steine mitgebracht. Der Dompastor griff zum Sandstein. Wie im Schloss wollte er einen Herzog oder einen freundlichen Menschen dieser Zeit abbilden. „Für die Ewigkeit“, fügte Pastor Höser hinzu.

Am Heidberg wurde gestern das Rundzimmer im Atelierhaus von Ernst Barlach der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem Tod des Bildhauers hatte der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer den Raum als „Damensalon“ eingerichtet. Historische Fotos an den Wänden geben Auskunft über den damaligen Zustand. Nun war es aber an der Zeit, den zuletzt als Arbeitsraum für Mitarbeiter genutzten Raum zu sanieren. „Eine Meisterleistung hat der Tischler mit der Rundbank vollbracht“, erzählt Museumsleiter Dr. Volker Probst. Die inhaltliche Nutzungskonzeption hat Franziska Hell erarbeitet. „Der Raum soll Besucher zum Verweilen einladen, auch Leseexemplare unserer Publikationen können hier genutzt werden. Außerdem planen wir Lesungen, kleinere Filmvorführungen und Vorträge. Unter dem Format ‚Zu Gast bei Ernst Barlach‘ können regionale Künstler ihre Kunstwerke präsentieren“, erläutert Franziska Hell.

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