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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 00:15 Uhr

Vereinsserie : Geselligkeit und Gemeinsinn

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schützenzunft Krakow am See 96 e.V. – Traditionsverein Krakower Schützen von 1502 ist einer von zwei Schützenvereinen im Luftkurort

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Jüngst trugen die Mitglieder der Schützenzunft Krakow am See ihre Vereinsmeisterschaft in Güstrow aus. Mitte Oktober geht es nach Plauerhagen, um die Vereinsmeisterschaft im Trapp und den Herbstpokal auszuschießen. Über einen eigenen Schießplatz verfügen die Krakower nicht. „Einen Schießplatz zu bauen und zu unterhalten können wir uns als kleiner Verein gar nicht leisten“, sagt Heiko Nehmer, der seit vergangenem Jahr an der Spitze des Vereins steht. So schloss die Schützenzunft bereits 2004 einen Kooperationsvertrag mit der Privilegierten Schützengesellschaft zu Güstrow (PSG) zur Mitnutzung des Platzes ab.

Ihre wichtigsten Daten tragen die Mitglieder im Vereinsnamen: 1996 für die Neugründung der Schützenzunft nach der Wende und 1502 als Jahr der Gründung des traditionsreichen Vereins. Karl-Heinz Peters, der den Verein 19 Jahre führte und Ehrenpräsident ist, nennt weitere Stationen aus der jüngeren Vereinsgeschichte. „1997 traten wir dem Landesschützenverband bei, 1999 hatten wir die feierliche Fahnenweihe und 2000 verließ die knappe Hälfte den Verein und gründete die Krakower Schützengarde 2000. Seitdem gibt es zwei Schützenvereine im Luftkurort“, berichtet er. Zum 20-jährigen Bestehen der Schützenzunft unternahmen die Mitglieder im vergangenen Jahr eine Exkursion nach Suhl. Sie schauten sich u.a. eine Waffenmanufaktur und ein Waffenmuseum an. Aber gefeiert wird nicht nur zu Jubiläen. „Geselligkeit wird in unserem Verein großgeschrieben. Natürlich messen wir im sportlichen Wettstreit unsere Kräfte, aber mindestens ebenso wichtig sind Kameradschaft, Gemeinsinn und gegenseitige Hilfe, die wir pflegen“, beteuert Heiko Nehmer und fügt an, dass es genau diese Werte waren, die ihn vor acht Jahren den Antrag auf Mitgliedschaft im Verein stellen ließen.

Einmal im Jahr, meist am Muttertag, ist eine Fahrradtour mit den Familienangehörigen um den Krakower See angesagt. Höhepunkte sind die Schießfeste. So wird nach dem Vogelschießen – dabei müssen Teile einer Attrappe in einer vorgegebenen Reihenfolge geschossen werden – gefeiert. Im November steht das Königsschießen im Kalender und eine Woche später die feierliche Proklamation mit dem Königsball. Spaß gibt es beim Weihnachtsschießen, wenn der Wert eines Schusses und damit der Preis ausgewürfelt wird.

Interessiert ist der Verein an weiteren Mitgliedern, besonders an Jugendlichen. „Aber das ist nicht so einfach. Erstens ist das Angebot für junge Leute heute wesentlich umfangreicher und zweitens verfügt der Schießsport leider über kein gutes Image. Man rückt uns in die Nähe von Waffennarren, ja sogar von Amokläufern, und das völlig zu Unrecht“, betont Heiko Nehmer. ’Der Verein beitet Neugierigen Schnupperzeit an. Dafür braucht es keine eigene Waffe.

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