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Güstrower Anzeiger

23. November 2017 | 14:20 Uhr

Geschlittert, gerutscht und gefallen

vom

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erstellt am 06.Jan.2011 | 05:53 Uhr

Güstrow | Der Eisregen machte gestern allen zu schaffen: Autofahrern, Radfahrern, Fußgängern, Alt und Jung. Der Winter vor seiner ersten Abschiedstour wollte es noch einmal wissen:

Station 1, Lalendorf: Bei Tagesmutter Silke Steffen blieb es ruhig. Ein Kind kam. Eltern riefen an, die Fahrt sei zu gefährlich. Ein Tag ohne Kinderlachen in der Woche - das ist für Silke Steffen unüblich. Aber die Gesundheit und Sicherheit der Kinder gehe vor, sagte sie und freute sich auf heute, wenn die Kleinen wieder kommen.

Station 2, Taxiunternehmen Tetzlaff: Um 5.30 Uhr habe der erste Eisregen eingesetzt, schildert Dieter Tetzlaff. Deshalb sei eine Schülerbustour zur Gehörlosenschule abgesagt worden. Das betraf Schüler in Krakow am See, Hinzenhagen, Mühl Rosin und Badendiek. Dabei seien die Nebenstraßen ein Problem gewesen, so der Güstrower. Aber nach sechs Wochen Winter sagt der erfahrene Kraftfahrer: "Aufpassen, langsam fahren, dann passiert nichts." Die Hauptstraßen seien dagegen "normal winterlich" gewesen.

Station 3, KMG-Klinikum, Notaufnahme: Typische Oberschenkel-, Knie- und Handgelenkbrüche - das waren gestern die Folgen des Wetters. Die Patientenzahl liegt deutlich über der "Norm". Stürze beim Gehen seien die Ursache gewesen, berichtete Gunter Fischer, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie.

Station 4, coop-Logistikzentrum Güstrow: "13 Fahrzeuge bringen bei uns täglich nachts bis 7 Uhr Obst und Gemüse zu Einkaufsmärkten im ganzen Land. Dabei gab es gestern einige Verzögerungen bei der Anlieferung", schildert Fuhrparkleiter Ralph Springer Probleme an abschüssigen Warenrampen.

Station 5, "RecknitzCampus" Laage: Fröhliche Schule war gestern in Laage. Rund zwei Drittel der Grundschüler waren gekommen, in den Klassen 10 bis 12 nur ein Drittel. Während bis einschließlich der 9. Klassen je nach Klassenstärke unterrichtet oder lediglich betreut wurde, erhielten die Schüler der Sekundarstufe 2 in der Schule bzw. über die Internetplattform Aufgaben, berichtet Schulleiterin Brit Kaleun.

Autos rutschen in Graben und gegen Lichtmast

Charlottental: Einen leicht Verletzten, der im Krankenhaus versorgt werden musste, forderte ein Verkehrsunfall, der sich gegen 6.20 Uhr auf der B 103 in der Nähe von Charlottental ereignete. Der 49-Jährige kam mit seinem Opel "Astra" in einer Rechtskurve von der glatten Fahrbahn ab und blieb auf der Seite im Straßengraben liegen.

Bützow: In der Bützower Vierburg kam gegen 8.30 Uhr ein Auto von der eisglatten Straße ab. Es gab aber nur Blechschaden.

Lalendorf: Ähnlich glimpflich für den Fahrer ging zur gleichen Zeit ein Unfall in Lalendorf ab. Da rutschte ein Auto wegen der Eisglätte gegen einen Lichtmast, was einen Gesamtschaden von etwa 6000 Euro auslöste.

Gegen 13.30 Uhr entspannte sich auf den Straßen und auch bei der OVG langsam die Situation. "Wir haben wieder mit dem normalen Regionalverkehr begonnen", sagt Thomas Nienkerk, Leiter Betrieb und Verkehr. Morgens gegen halb sieben hatte das Unternehmen den Verkehr eingestellt. Kinder, die da schon in Schulbussen saßen, wurden noch gefahren. Nienkerk: "Dann haben wir unsere Leute zurückgeholt." In Abstimmung mit dem Schulverwaltungsamt sei dann nach dem Mittag der Rücktransport der Schüler organisiert worden.

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