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Ausstellung : Geschickte Hände, kreative Köpfe

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Frauen und Männer aus Krakow am See und Umgebung stellen ihre Hobbys in der ehemaligen Synagoge vor

svz.de von
erstellt am 01.Dez.2015 | 20:00 Uhr

„Geschickte Hände“ heißt die diesjährige Weihnachtsausstellung des Kulturvereins „Alte Synagoge“. Rappelvoll war das ehemalige Gotteshaus zur Eröffnung am Abend des ersten Advents, und das Thema hätte gut und gerne erweitert werden können. Auf bezaubernde Stimmen etwa oder kreative Köpfe… Der Rahmen passte sich jedenfalls dem Inhalt voll an, erweiterte diesen sinnvoll.

„Wir wollten einmal die vielfältigen Hobbys, denen Menschen aus unserer Region frönen, darstellen“, erklärte Annerose Wendt das Anliegen. Und da gibt es so einige. Großen Platz in der Synagoge – genauer: an den Wänden – nimmt derzeit der Patchwork-Kreis in Beschlag. Die Gruppe um Angelika Kreische arbeitet noch nicht lange in Gemeinschaft und ist auch relativ klein, dafür aber sehr aktiv. Davon zeugen zahlreiche größere und kleinere Arbeiten, von denen manche als Wandteppich wie für das Schmücken des Gemäuers der alten Synagoge geschaffen sein könnten.

Ein zumindest artverwandtes Gebiet hat sich der Handarbeitszirkel, der aus der Spinnstube hervorging, ausgewählt. Ute Schleicher hält da gewissermaßen die Fäden in der Hand, wenn die Mitstreiterinnen stricken, weben oder unter ihren geschickten Händen auch mal einen Teddy hervorzaubern.

Praktisch schon zum Kulturverein gehört der Keramikzirkel, der sich regelmäßig mit Cornelia Tute in der Keramikstube in der Alten Schule trifft. Leider kann der noch nicht einen Brennofen sein Eigen nennen, anders als Petra Flechtner, die sich ander Exposition Krakower Hobbys ebenfalls beteiligt.

Ganz besonders ins Auge fallen dem Besucher drei Schiffsmodelle. Horst-Günther Heinrich ist deren Erbauer, deren alleiniger Materialwert schon mal locker an die tausend Euro reicht – nicht gerechnet die zahllosen Arbeitsstunden des filigranen Freizeit-Schiffsmodellbauers. Dass der auch mit dem Pinsel Talente entfaltet, davon zeugen einige Bilder, die als Sichtprobe aushängen.

Oft mit ähnlichem Material wie der Schiffbauer arbeitet Klaus Pieper, wenn er seine halbmeterhohen Weihnachtspyramiden bastelt. Wobei basteln vielleicht auch nicht das richtige Wort ist für die fein gearbeiteten und wie versichert voll funktionstüchtigen Drehmodelle. Besonders interessant sind sicherlich einige Krakow-Motive unter den Figuren, wie sich solche auch auf diversen Patchworkarbeiten wiederfinden.

Ergänzt wird die Ausstellung durch handgefertigten Schmuck und verschiedene auch weihnachtliche Accessoires. Viele der Ausstellungsstücke lassen sich übrigens nicht nur bewundern, sondern sind auch mit einem Preisschild versehen.

Zu den im Luftkurort regen Hobbykünstlern gehören seit langem auch die „Schreiberlinge“. Die Frauen und Männer dieser Arbeitsgemeinschaft um Jana Lange gaben zur Vernissage reichlich Kostproben ihres literarischen Schaffens.

Stellvertretend für die vielen musikalischen Talente im und rund um den Luftkurort und gleichwohl um das Kaleidoskop Krakower Hobbykünste an diesem Abend zu komplettieren, begleitete Schülerin Isabelle Schubert ihre zauberhafte Stimme am Klavier. Vorstellung junger musikalischer Talente – das ist regelmäßig geübte Tradition zu den Ausstellungen des Krakower Kulturvereins.

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