Stadtführer in Güstrow : Geschichte und Anekdoten

Güstrows Stadtführer trafen sich zur Jahresbilanz in der Wollhalle.
Güstrows Stadtführer trafen sich zur Jahresbilanz in der Wollhalle.

Abschluss der Saison für Stadtführer in der Wollhalle. 7300 Gäste wurden in diesem Jahr bis Ende Oktober empfangen.

svz.de von
23. November 2015, 15:52 Uhr

Etwa 7300 Gäste konnten die Stadtführer der Barlachstadt in diesem Jahr bis Ende Oktober begrüßen. „Das sind etwas weniger als im Vorjahr“, resümierte Marianne Prignitz, Vorsitzende des Stadtführerausschusses zum Treffen am Freitagabend in der Wollhalle. Dort waren alle Stadtführer eingeladen, um die Saison Revue passieren zu lassen und bei diesem gemeinsamen Abschluss auch den Austausch untereinander zu fördern. Insgesamt verfügt die Tourist-Information über 29 Stadtführer, die den Gästen Güstrow vorstellen und ihnen so manche Geschichte über die Gebäude oder hier beheimateten Menschen erzählen.

Angefangen von den „normalen“ Stadtführungen, die von einer Stunde bis fünf Stunden dauern über Elfenführungen, Tagesfahrten bis hin zu den Nachtwächterführungen ist einiges von den hier tätigen Männer Frauen zu leisten. Ihnen allen aber macht diese Arbeit Spaß. Hannelore Garloff ist seit fünf Jahren als Stadtführerin tätig. „Mit Kindern ist eine Führung besonders interessant“, sagt sie. Da müsse man die Geschichte ganz anders erzählen. „Und sie haben ganz andere Fragen“, fügt sie an. Peter Ditz hingegen übernimmt vorrangig Reiseleitung für Fahrten innerhalb Mecklenburgs. Da geht es nach Bad Doberan, nach Warnemünde oder auch in die Mecklenburger Schweiz. „Interessant sind auch Waren und Malchow“, weiß der Güstrower. Mit einem Chor sei er unterwegs gewesen, die dann auch in Schwerin gesungen hätten, erzählt er. „So bin ich mit vielen Leuten unterwegs und erfahre immer viel“, resümiert Peter Ditz.

Güstrow habe auch so manche interessante geschichtliche Finesse zu bieten. Wer kann schon sagen, dass in seiner Stadt Zar Peter übernachtet habe oder Wallenstein seinen Wohnsitz hatte? „Wir hatten viele nette Gäste, die zumeist von unserer Stadt sehr angetan sind und auch die positive Entwicklung sehen“, sagt Monika Herbst. Und Freya Bever fügt hinzu: „Gäste schätzen unsere Stadt zumeist viel besser und sauberer ein, als es die Güstrower selbst tun.“
Auch für Bewohner der Barlachstadt sei es gut, sich doch mal wieder eine Führung zu gönnen. Denn jeder Teilnehmer erfährt immer mal etwas Neues. Beispielsweise, dass Güstrow einst eine Pferderennbahn hatte.

Stadtführernachwuchs ist ebenfalls gefragt. Wer also selbst etwas über die Geschichte der Stadt an Gäste weiter geben möchte, kann sich beim nächsten Kurs für Stadtführer anmelden. Beginn ist am 16. Januar. 43 Stunden Unterricht sind zu absolvieren, die mit einer Prüfung abgeschlossen werden.

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