Dank SVZ : Geschenk eines Wildfremden

Günter Sell und Jane Schnack freuen sich über das neue Futterhäuschen, das viele von ihren Fenstern aus beobachten können. Der Nistkasten wird gleich am Baum daneben Platz finden.
Günter Sell und Jane Schnack freuen sich über das neue Futterhäuschen, das viele von ihren Fenstern aus beobachten können. Der Nistkasten wird gleich am Baum daneben Platz finden.

Gute Nachricht: dem Ärger über den Diebstahl eines Futterhäuschen folgte postwendend die Freude über ein neues.

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30. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Auch in schwierigen Zeiten gibt es sie noch – die guten Nachrichten. Günter Sell schaut wieder auf ein Futterhäuschen und kann von seinem Fenster im Pflegeheim am Magdalenenluster Weg aus das muntere Treiben der Vögel beobachten. Ein Wildfremder machte dem Senior diese Freude. War doch das Vogelhäuschen – ein frühzeitiges Geschenk zu Weihnachten – gestohlen worden (SVZ berichtete).

Simone Schwartz hatte ihrem Onkel das Geschenk gemacht und ärgerte sich mächtig über den Diebstahl. Sie appellierte an das schlechte Gewissen des Übeltäters. Diesen rührte das nicht, wohl aber Alexander Wulff. Der alte Mann habe ihm leid getan, erklärt der Güstrower gegenüber SVZ. So kaufte er ein Futterhäuschen und habe mit Wilfried Minich vom Hagebaumarkt, der die spontane Reaktion gern unterstützen wollte, noch einen günstigeren Preis verhandeln können. Noch kurz vor Weihnachten, am 23. Dezember, brachte Alexander Wulff das Futterhäuschen in den Magdalenenluster Weg und überraschte Günter Sell mächtig. Auch Vogelfutter hatte er gleich noch mitgebracht.

Simone Schwartz und ihr Onkel waren zu Tränen gerührt und wollen sich nun ganz herzlich bedanken. „Es war eine totale Überraschung“, betont Simone Schwartz. Alexander Wulff sieht die Freude ganz auf seiner Seite. „Ich kann hier ganz konkret helfen, jemandem eine Freude machen“, erklärt der Güstrower. Das habe er gern getan.

Zum Fototermin mit Günter Sell brachte SVZ außerdem noch einen Nistkasten mit. Der könnte am Baum neben dem Futterhäuschen einen Platz finden, stellte Jane Schnack in Aussicht. Die Wohnbereichsleiterin im Pfegeheim wollte gleich den Hausmeister bitten, den Kasten anzubringen. Nach unserem „Guten Morgen“ zum Diebstahl des Vogelhäuschens hatte sich auch Hartmut Hoppe bei der SVZ gemeldet und spontan ein Häuschen vorbeigebracht. Er hatte sich so über den dreisten Diebstahl aufgeregt, dass er erst auf den zweiten Blick bemerkte, dass es sich um ein Futterhäuschen handelt, brachte aber dennoch den Nistkasten vorbei. „Wir hatten diesen Kasten, aber auch eine Katze“, erzählt der Güstrower und fügt hinzu, dass er nicht mit ansehen wollte, wie diese Jagd auf Jungvögel mache. Wenn der Nistkasten nun in gute Hände kommt und Menschen Freude bereitet, gebe er ihn gern ab.

Und so konnte SVZ Günter Sell noch einmal überraschen. „Ich war immer gern in der Natur an der frischen Luft und habe dabei gern Tiere beobachtet“, erzählt er. Günter Sell hatte auch im Beruf mit Tieren zu tun. Er arbeitete in der Landwirtschaft, lebte lange Jahre in Dersenthin und später in Lalendorf, bevor er ins Pflegeheim nach Güstrow kam.

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