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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 15:26 Uhr

SVZ-Serie : Gesang gehört zum Leben dazu

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Chorgeflüster“: Güstrower Gertrudenchor probt jeden Mittwoch im Gertrudenhof und tritt in Seniorenheimen auf.

Sie lieben das Singen und haben sich vor etwa zehn Jahren zusammen gefunden. Unter der Leitung von Manfred Holm-Gabriel gehören Volkslieder aber auch spirituelle und plattdeutsche Lieder zum Repertoire der zwölf Sänger des Gertrudenchores in Güstrow. Jeden Mittwoch wird im Getrudenhof geprobt und darum ist es nicht verwunderlich, dass sie zum 20-jährigen Bestehen des Hauses auch aufgetreten sind.

„Wir waren zum Teil im Gülzower Chor zusammen und wollten nach der Auflösung dieses Chores nicht mit dem Singen aufhören“, erzählt Manfred Holm-Gabriel vom Beginn des Gertrudenchores. Eigentlich hatte er ein Doppel-Quartett aufbauen wollen. Nun singen zwölf Frauen und Männer, wenn alle da sind, miteinander und haben Freude dran. Mal erklingen drei- mal vierstimmige Sätze und Lieder in der Seniorenresidenz. „Wir dürfen hier proben. Da singen wir natürlich auch hin und wieder mit den Bewohnern“, erzählt der Leiter. Überhaupt ist der Chor vor allem in Seniorenheimen unterwegs.

Dieter Rosenstiel war im Gülzower Chor aktiv gewesen und kommt extra aus Rostock, um auch jetzt noch zu singen. „Ich bin jetzt Rentner, da kann ich das“, sagt er. Als 14-Jährige hat Maria Ammernick schon im Rheinland gesungen und war nach einer längeren Pause dann auch in Lohmen im Chor mit dabei. „Aber ich möchte auch weltliche Lieder singen“, erzählt sie. Auch für Helga Kieß aus Güstrow gehört Gesang zum Leben dazu. „Ich habe schon bei Jochen Gläser gesungen, zum Beispiel die Jagd-Kantate von Bach zur Jugendweihe“, erinnert sie sich. „Singen ist meine Welt“, sagt Christa Schuldt, die auch im Chor der Volkssolidarität mitsingt, also gleich in zwei Chören aktiv ist. Und der 78-jährige Jürgen Reichhardt ist sich sicher: „Singen hält fit!“

In der Regel werden fünf Programme vom Chor einstudiert und im Durchschnitt einmal pro Monat treten die Sänger bei Veranstaltungen oder im Seniorenheim auf. So wie beispielsweise im August beim Fest der über 90-Jährigen. Ihre Lieder wechseln sich mit Rezitationen ab – unter anderem werden plattdeutsche Gedichte vorgetragen. Darüber würden sich vor allem ältere Zuhörer immer wieder freuen. Und genau darum werden die Sänger auch weiterhin ihrem Hobby nachgehen.  

Wir möchten Ihren Chor erleben:

In unserer Serie „Chorgeflüster“ stellen wir regelmäßig Chöre aus der Region vor. Sind Sie eine tolle Sängergemeinschaft? Oder kennen Sie einen Chor, über den wir unbedingt einmal berichten sollten? Dann melden Sie sich in unserer Redaktion: Telefon 03843 69538176, E-Mail guestrow@svz.de.

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