Krakow am see : Gerangel um das Bürgermeisteramt

Fünf Kandidaten in Krakow am See / Attacken gegen Amtsinhaber Wolfgang Geistert wegen Wokra-Affäre / Sondersitzung am 31. März

svz.de von
26. März 2014, 06:00 Uhr

Den Krakower Bürgermeister Wolfgang Geistert (parteilos, für die SPD) besonders nach der aktuellen Wokra-Debatte abzuwählen, ist das erklärte Ziel der anderen vier Kandidaten, die sich am 25. Mai um den ehrenamtlichen Posten bewerben.

Die CDU schickt Wolfgang Fentzahn (59) ins Rennen. Der Inhaber einer freien Kfz-Werkstatt sitzt seit 1999 in der Stadtvertretung. „Es wird nach 20 Jahren SPD und Geistert Zeit für einen Wechsel“, hebt er hervor. Dabei betont Fentzahn, dass er überparteilich handeln werde. Seine Schwerpunkte sind Gewerbeansiedlungen, der Tourismus, etwas mehr für junge Familien zu tun und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister, Amt und Stadtvertretung.

Wolfgang Sikora (65/Die Linke) war schon Stadtvertreter und 1. Stellvertreter des Bürgermeisters und ist Ortsteilvorsteher für Möllen und Bossow. Er bescheinigt Amtsinhaber Geistert „viele gute Verdienste“. Aber tendenziös sei festzustellen, so Sikora, dass er seine ehrenamtliche Tätigkeit nicht von der Arbeit seines Ingenieurbüros trennen kann. Sikora will sich für die Belange der Senioren und der jungen Leute einsetzen. Bis 2030 schwebt ihm vor, die Salzglocke unter der Stadt für den Tourismus zu nutzen.

Wolfgang Geistert (59) sagt sich nach den Vorwürfen um die Wokra: „Jetzt erst recht!“ Denn für ihn sind sie nur zu einem „kleinen Teil“ berechtigt. Die Wokra habe bisher ihre Aufgaben erfüllt, so Geistert. Er sieht aber nach 20 Jahren Amtszeit Möglichkeiten, sich weiter sehr gut in die Entwicklung Krakow am Sees einzubringen. Seine Themen sind die Senioren, Radwege für die Infrastruktur und eine Schule für die Zukunft.

Jörg Oppitz (52, Heimatverein Charlottenthal) trat bei der letzten Wahl an und will auch dieses Mal dem Wähler eine Alternative zu den etablierten Parteien bieten. „Damit der Parteienkampf aufhört“, betont er. Er verspricht auch die Bürger mehr einzubeziehen. Zur Wokra sagt er: „Ich würde Bürger so informieren, dass sie verstehen, worum es geht.“

Fünfter im Bunde ist Karl-Heinz Kleinpeter (67). Der Einzelkandidat, vor allem als Landwirt bekannt, verweist auf kommunale Erfolge in Alt Sammit durch die Flurneuordnung und seine Arbeit als Stadtvertreter seit der letzten Wahl. Kleinpeter garantiert mit seiner Kandidatur, dass die „Querelen und Ungereimtheiten“ im Bürgermeisteramt der Vergangenheit angehören würden. Er verweist auf seine Unabhängigkeit von jedem Projekt und Auftrag.

In der Diskussion um die Wokra gibt es nach SVZ-Informationen am Montag, 31. März, 19 Uhr, in der Alten Schule eine Sondersitzung der Stadtvertretung.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen