Lung Güstrow : Geologen-Sprachrohr in Ruhestand

Ingbert Gans, ehemaliger LUNG-Direktor, und Angelika Harff verabschiedeten gestern Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer (von links) in den Ruhestand.
Ingbert Gans, ehemaliger LUNG-Direktor, und Angelika Harff verabschiedeten gestern Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer (von links) in den Ruhestand.

14 Jahre wirkte Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer im Lung als Abteilungsleiter / Geologie künftig nur noch als Dezernatsgruppe

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27. November 2015, 17:08 Uhr

Mit einem Kolloquium im Bürgerhaus wurde Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer in den Ruhestand verabschiedet. Der 65-Jährige stand im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie als Abteilungsleiter „Geologie und Umweltinformation“ sowie als Leiter des Geologischen Dienstes von Mecklenburg-Vorpommern für das „G“ im in Güstrow ansässigen LUNG.

In einem „Crashkurs“ trugen Niedermeyers Kollegen Ergebnisse und Fortschritte der Landesgeologie seit 2001 zusammen. Das entsprach exakt der Zeit, die Niedermeyer als Chefgeologe in Mecklenburg-Vorpommern tätig war. „Mit der Bilanz bin ich sehr zufrieden, denn nicht zuletzt dieses Kolloquium hat gezeigt, dass wir in den letzten Jahren in unserem Land auf dem Gebiet der Geologie viel bewegt haben“, resümierte Niedermeyer, der in Wolgast geboren wurde, in Greifswald studierte und in mehreren Grußworten als „bodenständiger Vorpommer“ bezeichnet wurde. Konkret nannte der scheidende MV-Chefgeologe den Schutz und die Sicherung der Grundwasserressourcen sowie die an Bedeutung gewinnende Nutzung der unterirdischen geologischen Potenziale bis in Tiefen von mehreren tausenden Metern. Vor dem Geologischen Dienst stehe die Aufgabe, die geologische Landeskartierung fortzuschreiben und das Gebiet auf nutzbare Rohstoffe zu durchforsten. Altlastenkartierung, Georisiken, Steilküstenabbrüche, Bodenschutz oder die Anwendung moderner IT-Technologien sind weitere Felder des Geologischen Dienstes.

In seinem Grußwort stellte Dr. Harald Stegemann, Direktor des Landesamtes, seinem scheidenden Abteilungsleiter ein hervorragendes fachliches Zeugnis aus. „Professor Niedermeyer war das Sprachrohr der Geologen dieses Landes. Er war das gern und er war unüberhörbar“, sagte er. Gleichzeitig kündigte er an, dass es für ihn keinen Nachfolger im Amt geben und die Abteilung auf eine Dezernatsgruppe reduziert werde. „Ich verspreche aber, dass ich die Geologie vor einem weiteren Personalabbau schützen werde“, versicherte der Direktor.

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