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Weltkindertag auf Domplatz : Gemeinsam Respekt eingeübt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zehn Einrichtungen der Stadt Güstrow organisierten gestern den Weltkindertag auf dem Domplatz

Was heißt, Respekt zu haben? Wie kann ich oder sollte ich Respekt geben? Dieses Thema stand gestern auf dem Güstrower Domplatz beim Weltkindertag im Vordergrund. Lebendig wurde dieses Thema durch ein gutes Miteinander von zehn Institutionen, die gemeinsam diesen großen Aktionstag jährlich organisieren und gestalten.

Mit einem kurzen Theaterstück sollte das Thema kindgemäß transportiert werden. Kinder hatten eine Scheibe mit dem Fußball eingeschossen. Wie gehen sie damit um? Was heißt hier, respektvoll zu sein? Es ist wohl schwer, an nur einem Tag ein solches Thema mit Kindern zu behandeln. Darum beschäftigen sich Kindergärten und Schulen immer schon Wochen zuvor damit. „Der Weltkindertag ist wichtig, um der Gesellschaft ins Bewusstsein zu rufen, welchen Platz Kinder haben“, sagt Esther Francke, Leiterin des integrativen Kindergartens „Regenbogen“. Es sei unser aller Auftrag, Kinder auf dem Weg ins Erwachsenenalter gut zu begleiten. Doch ebenso wichtig sei es, Kindern deutlich zu machen, dass auch sie gefragt sind. „Sie haben ein Recht auf Nahrung und Kleidung. Aber wir haben hier auch mal die Frage gestellt, ob sie schon mal ihr Brot geteilt haben“, so die Kita-Leiterin.

So sollte der Tag auch dazu dienen, dass Kinder aufeinander zugehen und sich ergänzen. Das wurde in einigen Spielen deutlich, die zumeist von den Schülern der Beruflichen Schule angeboten wurden. Die Sozialassistenten im 1. Lehrjahr hatten ihre eigenen Ideen in den Spielen umgesetzt. Zum Beispiel musste von den Kindern eine Regenrinne „gebaut“ werden, in dem sie sich mit ihrem Teilstück genau passend stellten. Wenn der Ball durch ihr Stück gerollt war, rannten sie schnell zum anderen Ende, um wieder ein Teil des Ganzen zu sein. „Hier ist Teamwork gefragt“, erklärte Theresa Piecha. Bei einem anderen Spiel galt es, gemeinsam einen Ball zu einem Eimer zu befördern. Jedes Kind hielt allerdings dabei nur einen Faden in der Hand, der an einer Pappe befestigt war. Auch hier musste jeder aktiv werden, damit es gelingen konnte.

Das Kunsthaus, der Jugendklub „Alte Molkerei“, die Freie Schule, Kita Regenbogen, Pfarr- und Domgemeinde, die Arbeitsstelle für Integration aber auch die Berufliche Schule und die Arbeitsstelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen waren an dem Tag beteiligt. „Die Organisation mit den zehn Einrichtungen ist wieder sehr gelungen“, sagte Heike Mittelstädt vom Jugendklub „Alte Molkerei“. Besonders freute sie sich darüber, dass die Teilnehmer des Integrationskurses mit dabei waren. Sie bastelten u.a. aus Wolle und Stoff Puppen und stellten einige ihrer Spiele vor.

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