Gewerkschaft : Gemeinsam Bildung gestalten

Aktiv für Pädagogen in der Spur: Silke Rieck.
Aktiv für Pädagogen in der Spur: Silke Rieck.

Silke Rieck neu im GEW-Regionalvorstand.

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20. Juli 2018, 05:00 Uhr

„Ich möchte die Gewerkschaftsarbeit noch mehr in die Öffentlichkeit bringen und vor allem junge Lehrer motivieren, sich einzubringen“, sagt Silke Rieck (42) aus Lübzin. Sie ist seit kurzem im Regionalvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) tätig, der den südlichen Teil des Landkreises Rostock abdeckt. Hier ist die Sonderpädagogin für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Seit 2003 arbeitet sie im „Landesförderzentrum für den Förderschwerpunkt Hören“ in Güstrow. Über den Regionalvorstand hinaus engagiert sich Silke Rieck bei der GEW insgesamt im Bereich „Schule“.


Ihr Metier: die Sonderpädagogik

Silke Rieck, verheiratet und Mutter dreier Kinder, wuchs in Rechlin an der Müritz auf und besuchte ab Klasse neun das Musik-Gymnasium in Demmin. „Nach dem Abitur habe ich sofort mit einem Germanistik- und Romanistikstudium begonnen, doch schnell gemerkt, dass meine Stärken anderswo liegen“, erzählt sie. So entschied sie sich schließlich für Sonderpädagogik und Sport. Als Sonderpädagogin unterrichtet sie aber nicht nur Schüler im Landesförderzentrum, sondern sie ist auch für hörgeschädigte Schüler da, die Regelschulen in MV besuchen und inklusiv beschult werden. Sie begleitet sowohl die Kinder als auch ihre Eltern und berät aktiv die Kollegen vor Ort.

Seit zwei Jahren ist Silke Rieck Mitglied in der GEW. Im Mai des vergangenen Jahres wurde sie in den Lehrerhauptpersonalrat gewählt. Das wiederum ist die Personalvertretung für die Lehrer im gesamten Land, die in direkter Verhandlung mit dem Ministerium steht. Für diese Aufgabe ist Silke Rieck zwei Tage in der Woche in Schwerin, um über entsprechende Maßnahmen des Bildungsministeriums gemäß Personalvertretungsgesetz zu beraten und mitzubestimmen. „Diese Aufgabe ermöglicht mir einen tieferen Einblick in die Gestaltung von Bildungsprozessen und deren Verwaltung“, sagt die 42-Jährige.


Viel mehr als nur Tarifpolitik

Als Mitstreiterin im Regionalvorstand der GEW ist es ihr wichtig, dass sich Lehrer gewerkschaftlich organisieren und damit die sich ihnen bietenden Möglichkeiten der Mitbestimmung nutzen. Dabei geht es zum einen um die Tarifpolitik, aber auch um Themen wie die Inklusion. „Wir wollen klare Signale setzen, damit die Rahmenbedingungen stimmen“, wünscht sich die aktive Pädagogin. Sicher sieht sie auch die Gründe, warum sich Lehrer oftmals eher zurückhalten mit einem Engagement außerhalb des Unterrichtes. „Die Schule fordert viel, die Klassen sind oft zu groß“, nennt sie nur zwei mögliche Gründe. Und doch wäre eine gewerkschaftliche Arbeit flächendeckend wichtig.

„Ich würde mich freuen, wenn wir mehr junge Lehrer dazu mobilisieren könnten, um näher zusammenzurücken, sich mehr Halt und Gemeinschaftsgefühl zu geben, um so gemeinsam Bildung in unserem Land gestalten zu können“, betont Silke Rieck. Dabei ist sich die 42-Jährige sicher, dass man nur gemeinsam Ziele erreichen kann.


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