Firmenjubiläum : Gemeinsam auf Kommandobrücke

Vom ersten Tag an halten Kerstin und Renaldo Brabänder das Unternehmen gemeinsam auf Kurs.
Vom ersten Tag an halten Kerstin und Renaldo Brabänder das Unternehmen gemeinsam auf Kurs.

25 Jahre in Güstrow: Brabänder Innenausbau GmbH feiert Firmenjubiläum mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden

svz.de von
29. September 2015, 06:00 Uhr

25-jähriges Bestehen der Brabänder Innenausbau GmbH Güstrow. Gefeiert wurde Freitag im Bürgerhaus. „Und unsere Jungs waren natürlich auch dabei“, sagt Kerstin Brabänder, Ehefrau von Firmenchef Renaldo Brabänder. Als „unsere Jungs“ bezeichnet die gelernte Finanzbuchhalterin, die vom ersten Firmentag an der Seite ihres Mannes arbeitet, die neun Beschäftigten und vier Subunternehmer, die in der GmbH tätig sind. „Manche sagen, Kerstin sei die heimliche Chefin“, schmunzelt der 57-jährige Firmeninhaber. Er weiß, dass sie beide gemeinsam das Schiff in all den Jahren auf Kurs gehalten und auch durch Untiefen gesteuert haben.

Auf den 11. Juli 1990, nur wenige Tage nach der Währungsunion, datiert der Eintrag der Bautischlerei Renaldo Brabänder im Register. Als erster großer Auftrag stand der Umbau der alten Halle in Bülower Burg für Möbel-Reusch im Buch. „Das war natürlich ein Traumstart“, erinnert sich der Firmenchef. Unter der Adresse bezog die Firma auch ihr erstes Büro und die Werkstatt. Mit dem Büro zog das Unternehmen später nach Güstrow auf den Spaldingplatz 5. 1995 konnten Brabänders das Haus in der Spaldingstraße 2 erwerben und zum Firmensitz ausbauen. „Das ist ein Haus mit Geschichte. Alte Fotos belegen, dass der in Güstrow sehr bekannte Kaufmann Dohse hier sein Domizil hatte, bevor er auf den ‚Kleinen Alex’ zog“, erzählt Kerstin Brabänder.

Sie erinnert sich auch, dass die ersten Jahre viele Lehrgänge im Kalender standen, neue Bauelemente mit neuen Materialien dazukamen, neue Partner und Kunden gewonnen wurden und die Firma beständig wuchs. „Um die Jahrtausendwende beschäftigten wir 20 Mitarbeiter und 20 Subunternehmer“, sagt Renaldo Brabänder. In schweres Fahrwasser geriet die Firma, als 2002 die Güstrower Baugesellschaft Insolvenz anmeldete. „Das hätte unser Schiff beinahe zum Kentern gebracht. Wir brauchten drei Jahre, um die damals erlittenen Verluste wieder auszugleichen“, berichtet er. Das Ereignis bestätigt aber auch die Firmenphilosophie des Unternehmers. „Wir lehnen auch schon mal einen richtig großen Auftrag, der die gesamte Kapazität der Firma über einen sehr langen Zeitraum binden würde, ab“, erklärt Brabänder. Viel mehr versuche er, kleinere bis mittlere Aufträge für Trockenbau, Fenster und Türen, Treppen und Akustikbau aus einem großen Kundenkreis zu akquirieren. Und die Auftragslage sei dank des guten Rufs, den sich die Firma in den Jahren erarbeitet habe, gut, versichert er. Da lobt der Chef auch das gute Klima im Unternehmen. „Und auf meine Mitarbeiter, die zum Teil sehr lange in der Firma sind, kann ich mich zu 100 Prozent verlassen“, versichert er.

Nur einmal konnte sich der Chef nicht durchsetzen. Nach der Feier am Freitag steht jetzt ein Ausflug mit Mitarbeitern und Partnern im Kalender. Renaldo Brabänder plädierte für einen Besuch von Verdis „La Traviata“ in der Dresdner Semperoper. Aber der Opernliebhaber wurde überstimmt. „Unsere Jungs sind für eine Fahrt auf der Spree und einen Besuch des Berliner Fernsehturms“, schmunzelt Kerstin Brabänder.  


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