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Wir in Diekhof : Umschlag von Mineralölprodukten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tanklagerbetriebsgesellschaft mit drei Mitarbeitern in Diekhof vertreten

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 06:48 Uhr

Der Hauch des Geheimnisvollen lag Jahrzehnte über dem Tanklager, zuvor Munitionslager, in Diekhof. Heute ist hier die Tabeg Tanklagerbetiebsgesellschaft mbH tätig. Aufregendes gebe es hier nicht, sagt Betriebsleiter Bernd Wiesner. Ein sensibler Bereich sei es aber dennoch, fügt der Tabeg-Geschäftsführer Andrej Baluchtin hinzu.

In dem Tanklager werden hauptsächlich Dieselkraftstoff und Heizöl umgeschlagen. „Unser Kerngeschäft ist die Vermietung von Tankraum und der Umschlag von Mineralölprodukten für Vertragspartner der Mineralölbranche“, beschreibt der Geschäftsführer. Kunden seinen großen Konzerne ebenso wie kleine Händler. „Wir selbst handeln nicht mit Mineralölprodukten. Wir sind ein reines Logistikunternehmen“, betont Baluchtin. Man stelle lediglich die Lagerkapazitäten zur Verfügung und schlage die Produkte um. Das heißt: Mineralölprodukte werden bis heute über die Schiene in Diekhof angeliefert. Sie werden eingelagert. Braucht die Kundschaft Nachschub werden Tanklaster befüllt und rollen vom Hof. Einer der Vertragspartner sei der Erdölbevorratungsverband, dessen Aufgabe es ist, Ölvorräte für Krisenzeiten für mindestes 90 Verbrauchstage bereit zu halten, berichtet Baluchtin.

Im Betriebsteil in Diekhof können rund 82 500 Kubikmetern Heizöl, Dieselkraftstoff, Biodiesel und Flüssiggas gelagert werden. Drei Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Über die wirtschaftliche Situation will der Tabeg-Geschäftsführer nicht klagen, sieht das Unternehmen seit zehn Jahren auf einem konstanten Niveau.

Die Tabeg Tanklagerbetiebsgesellschaft war im Dezember 1991 gegründet worden und übernahm 1992 den Betrieb von sechs Großtanklagern in MV (neben Diekhof in Wesenberg), Brandenburg und Sachsen. „Diekhof ist eines von den kleineren“, verrät Baluchtin. Insgesamt habe man über 50 Beschäftigte. Aus wirtschaftliche Sicht betrachtet sei Diekhof sicher kein idealer Standort, die Kundschaft zu weit entfernt, meint Baluchtin. Als das Tanklager in den 1970er-Jahren als Staatsreserve der DDR angelegt wurde, war es unter dem Sicherheitsaspekt sicher erste Wahl, fügt der Geschäftsführer hinzu. Die Vorgeschichte reicht bis in die 1930er-Jahre zurück. Das Naziregim hatte hier ein Munitionslager errichtet und dazu auch gleich Wohnhäuser, Offizierskasino (heute Schule) usw. Das eigentliche Diekhof (heute Diekhof-Hof) liegt einige Kilometer entfernt.

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