Wir in Witzin : Holländer ist in der Region zu Hause

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Gertjan Brink leitet Pflanzenbau und Milchproduktion in Witzin

svz.de von
16. März 2016, 09:36 Uhr

Gertjan Brink, gebürtiger Holländer, hat in Mecklenburg, in der Sternberger Region, sein Zuhause gefunden. Zusammen mit Peter Rosien ist der studierte Landwirt Leiter der Pastiner Landwirtschaftsgesellschaft mbH und Co. KG und zuständig für die Betriebszweige Pflanzenbau und Milchproduktion.

Dem 51-Jährigen und seiner Frau schwebte schon immer die Selbstständigkeit vor. Nach seinem Studium war er bereits in Holland als Leiter eines Landwirtschaftsbetriebes der Familie Pon tätig. Nach dem Mauerfall, konkret 1993, nutzte Gertjan Brink die Gelegenheit, in die neuen Bundesländer umzusiedeln. Wieder wurde er bei Familie Pon als Betriebsleiter in Buchholz eingestellt. „Damit hatte ich die Möglichkeit, mich in aller Ruhe in dieser Region umzuschauen und einen Betrieb für die Selbstständigkeit zu suchen“, erzählte er. Und diesen Betrieb hat er nun gefunden.

In Witzin steht die Milchviehanlage der Pastiner Landwirtschaftsgesellschaft mit 600 Milchkühen und Jungrindern, die in seine Zuständigkeit fällt. Drumherum gibt es 500 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche für die Futtergewinnung. Hier arbeiten 13 Mitarbeiter, die aktuell für eine Jahresmilchleistung von durchschnittlich 9500 Litern sorgen.

Obwohl Gertjan Brink in Zülow wohnt, fühlt er sich mit dem Dorf Witzin sehr verbunden. „Ich fühle mich wohl hier. Witzin ist ein sehr aktives Dorf, das findet man so nur selten“, ist er überzeugt. Weil der Landwirt sich für Politik interessiert und weil der Betrieb in Witzin ansässig ist, ist es für den 51-Jährigen auch selbstverständlich, an den Gemeindevertretersitzungen teilzunehmen. „Ich muss wissen, was hier passiert, welche Probleme die Menschen haben, was im Dorf los ist.“ Der Landwirt hilft auch gern. So hat zum Beispiel die Pastiner Landwirtschaftsgesellschaft mit dem Witziner Kindergarten „Weltentdecker“ einen Kuh-Patenschaftsvertrag abgeschlossen. „Dem Kindergarten gehört eine Kuh. Ein Teil ihres Milcherlöses geht zu Gunsten des Kindergartens“, erklärte er. „Im Gegenzug müssen die Kinder ihre Kuh regelmäßig besuchen und schauen, ob es ihr gut geht.“ Auch privat fühlt sich der Landwirt mit Witzin verbunden. Er ist aktives Mitglied des Skatervereins und trainiert jeden Freitag in der Witziner Skaterhalle.

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