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Wir in Rukieten : Flicken an Flicken

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Heidemarie Herold leitet eine Patchwork-Gruppe und stellt ihre Arbeiten aus

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2016 | 10:26 Uhr

„Man muss Lust zum Nähen haben und das auch können, dann macht Patchwork wirklich Spaß“, sagt Heidemarie Herold. 2001 fing die Göldenitzerin mit ihrem Hobby an, um eine Beschäftigung im Vorruhestand zu haben. „Ich habe schon als Kind genäht. Auch damals habe ich mich ausprobiert“, sagt Heidemarie Herold. Ihre Kreativität ist der Göldenitzerin beim Patchworken erhalten geblieben.

Es gebe zwei Möglichkeiten für Handarbeiter beim Patchworken vorzugehen. Auf traditioneller Schiene sei es wichtig, bestimmte Muster einzuhalten und akkurat zu nähen. Daneben gebe es die moderne Art des Patchworkens. Hier habe der Näher mehr Freiraum für seine Kreativität und könne nach Laune arbeiten, erklärt Heidemarie Herold. Wie kreativ das sein kann, zeigen die vielen Arbeiten der Göldenitzerin. „Ich habe zum Beispiel aus dem Internet einen QR-Code herausgesucht, in dem die Namen von meinem Mann und mir hinterlegt sind. Dieses Muster habe ich für eine Patchwork-Arbeit benutzt. Das Handy kann den Code lesen und die Namen anzeigen“, sagt Heidemarie Herold. Die Göldenitzerin näht Decken, Taschen, Kuscheltiere oder Wandbilder, sogenannte Quilts, im Patchwork-Stil. Die Handarbeiterin verwandelt sogar Gemälde in Werke aus Stoff. Dann bestehe ein Wandbild aus verschiedenen Flicken unterschiedlichen Materials statt aus Acrylfarbe.

Neben ihrer privaten Leidenschaft für die Handarbeit leitet Heidemarie Herold seit zehn Jahren auch die Patchworkgruppe der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Güstrow. Mit ihren Arbeiten ist sie zudem auf bundesweiten Ausstellungen vertreten. „Wir treffen uns regelmäßig und tauschen Ideen aus“, sagt die Göldenitzerin. Außerdem ist sie Mitglied in der „Patchwork Gilde Deutschland“. Einmal im Jahr organisiert die Gilde ein Wochenende für alle Mitglieder mit Kursen und Ausstellungen. „Bei der diesjährigen Ausstellung in Celle bin ich auch mit meinen Arbeiten vertreten.“

Wenn sie an eine neue Arbeit herangeht, erstellt sie zunächst eine Vorlage und lässt die Idee erst einmal ruhen. Das könne auch Tage dauern. „Mich hetzt ja keiner“, sagt sie. Für sie sei Patchworken Entspannung pur. Das Spiel mit Mustern, Farben und Stoffarten mache ihr große Freude, berichtet Heidemarie Herold.

 

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