Wir in Groß Schwiesow : Ein ganzes Dorf im Motocross-Fieber

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Motorsportverein hat Groß Schwiesow landesweit bekannt gemacht

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17. November 2015, 10:01 Uhr

Jedes Jahr am 1. Mai brennt in Groß Schwiesow Luft. Dann pilgern Tausende Motorsport-Fans in die nur 320 Einwohner zählende Gemeinde. „Der 1. Mai ist ein Hammertermin!“, sagt Roberto Kiel. Der 40-jährige eingefleischte Groß Schwiesower muss es wissen, denn er ist für das Mega-Event verantwortlich. Als Vorsitzender des Motorsportclubs Groß Schwiesow organisiert er alljährlich das große Motocross-Rennen auf der gemeindeeigenen Crossbahn zwischen Groß und Klein Schwiesow. Allein in diesem Jahr kamen 3000 Besucher zu dem Spektakel. Groß Schwiesow: Die Gemeinde hat sich mittlerweile landesweit einen Namen in der Motocross-Szene gemacht.

Die 1800 Meter lange Motocrossbahn ist das Herzstück des 40 Mitglieder zählenden Vereins. Sie wird gehegt und gepflegt. „Die Fahrer kommen gerne zu uns“, freut sich der Kfz-Mechaniker Kiel. „Wir haben die Strecke über die Jahre immer interessanter gemacht, um attraktive Klassen nach Groß Schwiesow zu kriegen, also große Rennen mit Fahrern aus ganz Deutschland.“ Nächstes Jahr will der Familienvater, der selbst 15 Jahre lang Motocross-Fahrer war, die deutsche Meisterschaft ins Dorf holen.

„Motocross ist mein Leben“, gibt Roberto Kiel zu. „40 Mann fahren gleichzeitig los und gehen gemeinsam in die Kurve. Die Motoren heulen. Und dann natürlich die ganzen Sprünge. Das ist nicht ungefährlich und spektakulär. Den Zuschauern wird etwas geboten“, schildert er die Faszination Motocross. „Der Fahrer ist dabei wichtiger als die Technik“, erklärt Roberto Kiel. „Es kommt auf die mentale Stärke und die Ausdauer des Fahrers an, denn es geht ganz schön zur Sache.“

Doch den 1985 gegründeten Verein plagen auch Probleme – Nachwuchsprobleme. „Wir haben aktuell nur drei Jugendliche. Das ist unsere allergrößte Sorge“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Wir wollen Kinder und Jugendliche an den Sport rankriegen.“ Kiel selbst hat mit 14 Jahren angefangen Motocross zu fahren. Doch er gibt zu, dass es sich durchaus um ein teures und auch gefährliches Hobby handelt. Das würde viele Jugendliche eventuell abhalten. Dennoch hat der Verein in Groß Schwiesow die besten Voraussetzungen zur Ausübung dieses Sports geschaffen. Und schon jetzt können es Roberto Kiel und seine Mitstreiter kaum erwarten, wenn am 1. Mai 2016 wieder die Motoren in Groß Schwiesow heulen.  

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