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Kooperationsvereinbarung : Gemeinden kooperieren in Seniorenbetreuung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Vereinbarung zwischen Lohmen und Dobbertin über Kreisgrenze hinweg

von
erstellt am 30.Jul.2015 | 06:00 Uhr

Über die Kreisgrenze hinweg wollen die Gemeinden Lohmen und Dobbertin zukünftig noch enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben beide Gemeindevertretungen bereits abgesegnet. Im August soll die Vereinbarung in Dobbertin unterzeichnet werden, kündigt Lohmens Bürgermeister Bernd Dikau an. Kern der Kooperation ist eine gegenseitige Hilfe bei der Seniorenbetreuung in den Dörfern.

Dabei steht die seit dem Jahr 2008 in Lohmen aufgebaute Familienserviceagentur im Mittelpunkt, die unterstützende Dienstleistungen im ländlichen Raum vermittelt. „Die Familienserviceagentur ist bereits überregional tätig. Die Dobbertiner wollen jetzt diese Serviceleistungen aus Lohmen für ihr neues Seniorenprojekt in Anspruch nehmen“, sagt Bernd Dikau. Unter dem Titel „Dorf im Dorf“ wurde in Dobbertin ein Seniorenzentrum aufgebaut, ein spezielles Wohngebiet für Senioren auf dem Land. Dafür hatten die Dobbertiner die Hilfe der Familienserviceagentur aus Lohmen angefragt.

Der Sitz der Agentur befindet sich in der Touristinformation in Lohmen. Ziel ist es, die Vereinbarung von Beruf und Familie zu verbessern und die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhöhen. Dafür werden zahlreiche Dienstleistungen angeboten, die in einem Angebotskatalog zusammengefasst sind. Dazu gehört z.B. die Vermittlung von Arbeiten rund um Haus und Hof, Haushaltsdienstleistungen aller Art sowie auch die Seniorenbetreuung. Ob Rasen mähen, einkaufen gehen oder Fenster putzen – die Familienserviceagentur vermittelt. „Damit wollen wir den ländlichen Raum stärken und versprechen uns davon auch Neuansiedlungen“, sagt Bernd Dikau. Bisher habe das in Lohmen gut geklappt und nun solle auch Dobbertin davon profitieren. „Lohmen ist mittlerweile so attraktiv geworden, dass Senioren aus der Region zu uns ziehen. Dadurch schaffen wir gleichzeitig auch Jobs für junge Leute in der Betreuung und Pflege“, freut sich der Lohmener Bürgermeister.

Diesem Beispiel will nun auch Dobbertin folgen. Beide Gemeinden kooperieren bereits längere Zeit auf unterschiedlichen Gebieten miteinander. Auch wenn die jetzige Vereinbarung zunächst nur auf die Seniorenbetreuung abziele, könne die Kooperation noch auf weitere Gebiete erweitert werden, denkt Bürgermeister Bernd Dikau nachhaltig. Er wolle vor allem auch den Zusammenhalt der Gemeinden trotz der Kreisgrenze stärken.  



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