Ferienjobs : Geld nicht nur von Mama und Papa

Die 16-jährige Jenny Le Quoc aus Güstrow arbeitet in den Ferien im Kino Moviestar in Güstrow. Cindy Ohde
Die 16-jährige Jenny Le Quoc aus Güstrow arbeitet in den Ferien im Kino Moviestar in Güstrow. Cindy Ohde

Schüler- und Ferienjobs in und um Güstrow sehr begehrt / Jugendliche ab 15 Jahren dürfen jobben

svz.de von
31. Juli 2015, 06:00 Uhr

Es sind Sommerferien und viele Schüler, die gerade nicht im Urlaub sind, nutzen ihre freie Zeit, um einem Ferienjob nachzugehen. Denn diese Möglichkeit, sein Taschengeld aufzubessern hat jeder Jugendliche ab dem 15. Lebensjahr. Dann darf bis zu vier Wochen im Jahr gearbeitet werden.

Andere Schüler arbeiten auch neben der Schule in einem Minijob und können da bis zu 450 Euro im Monat verdienen. Die 17-jährige Jule Purwin erzählt: „Ich arbeite in den Ferien je eine Woche im Van der Valk-Resort Linstow und bei einer Elektrofirma in Krakow am See. Die Jobs mache ich hauptsächlich um Geld zu verdienen, aber auch um in Berufe reinzuschnuppern. Einen Teil des Geldes möchte ich sparen, für beispielsweise ein Auslandsjahr, den anderen gebe ich für mich aus.“ Anna-Maria Fojtu, die seit eineinhalb Jahren im Van der Valk-Resort Linstow arbeitet, bringt noch einen anderen wichtigen Aspekt ihres Minijobs an: „Ich lerne so mit Geld umzugehen und das zu schätzen, was meine Eltern mir kaufen und nicht alles als selbstverständlich hin zu nehmen.“ Anna arbeitet in Linstow in der Schwimmhalle, nicht nur in den Ferien, sondern auch einmal im Monat am Wochenende während der Schulzeit. „Von dem Geld habe ich etwas gespart, aber größtenteils nutze ich es, um mir selber Dinge finanzieren zu können und nicht immer meine Eltern Fragen zu müssen“, erzählt Anna, die im nächsten Jahr ihr Abitur ablegen wird.

Auch der 18-jährige Benedict Leidecker hat einen Job, der mit Wasser zu tun hat. Er arbeitet in den Ferien 17 Tage im Ostseebad Zingst als Rettungsschwimmer. „Ich möchte nicht sechs Wochen nur zu Hause sitzen und nichts tun. Und da es mich interessiert, wie an der Ostsee gearbeitet wird und ich Menschen helfen möchte, habe ich mich dort um einen Ferienjob beworben“, erzählt Benedict über seine Motivation.

Wenn man Glück hat und mit offenen Augen durch die Stadt geht, findet sich auch in Güstrow ein Schülerjob, auch wenn diese rar sind. Die 16-jährige Jenny Le Quoc arbeitet seit vier Monaten im Kino Moviestar in Güstrow. Jenny erzählt über ihre Anfänge: „Das Kino hatte eine Anzeige an ihrer Tür, wo draufstand, dass sie Aushilfen suchen würden. Und da man in Güstrow nicht so viele solcher Anzeigen findet, dachte ich mir, ich bewerbe mich da mal.“ Sie überzeugte und wurde angenommen. Zu ihren Tätigkeiten zählt vor allem das Putzen nach jedem Film, denn im Kinosaal bleibt immer Popcorn liegen. Auch Toiletten-Checks und das regelmäßige Auffüllen der Theke gehören zu ihren Tätigkeitsbereich. „Ich mache es, weil ich mir neben der Schule noch ein bisschen Geld verdienen möchte. Man kann ja nicht ewig von Mama und Papa leben. Hauptsächlich spare ich schon mal für mein Studium, aber bei besonderen Dingen, die ich gerne machen oder mir kaufen möchte, kommt mir das Geld auch ganz gelegen.“  


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