zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 04:00 Uhr

Wokra-Affäre : Geisterts Weste bleibt rein

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren in Wokra-Affäre ein

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Wolfgang Geistert, Bürgermeister in Krakow am See, eingestellt. Es habe kein hinreichender Tatverdacht ermittelt werden können, erklärte auf SVZ-Nachfrage Holger Schütt, Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock. So habe das Verfahren eingestellt werden müssen.

Die Krakower Stadtvertretung hatte im April beschlossen, die Vorgänge in der Wohnungsgesellschaft Krakow am See (Wokra) strafrechtlich prüfen zu lassen (SVZ berichtete). Dem Bürgermeister war vorgeworfen worden, dass er die so genannten Lageberichte der Wokra, die mit den Jahresabschlüssen vorgelegt werden, geschönt habe. Außerdem war immer wieder vermutet worden, das Geistert, der ein Planungsbüro hat, sich durch Planungsaufträge an der Stadtvertretung vorbei bereichert habe. Geistert hatte die Vorwürfe stets vehement zurück gewiesen.

Pikant dabei: Die Wokra-Affäre kochte zeitlich passend zum Wahlkampf im Frühjahr hoch. Sechs Kandidaten mühten sich damals um den Posten des Bürgermeisters im Luftkurort. Wolfgang Geistert, seit 1994 Bürgermeister in Krakow am See, schaffte es auf Anhieb wieder gewählt zu werden. Die politische Auseinandersetzung hinterließ tiefe Gräben und kostete den damaligen Wokra-Geschäftsführer den Kopf.

Krakows Bürgermeister quittierte gestern die Einstellung des Ermittlungsverfahrens mit Zufriedenheit. Er habe nichts anderes erwartet. „Ich wusste nicht gegen welches Gesetz ich hätte verstoßen haben können“, so Geistert. Das Ergebnis mache vielmehr deutlich, dass die Wokra-Affäre „sehr viel mit Wahlkampf“ zu tun gehabt habe. Er würde sich wünschen, dass die Hauptakteure es schaffen, jetzt „zurück zu rudern oder sich gar zu entschuldigen“.

Ganz beendet sei die Wokra-Affäre damit noch nicht. Gearbeitet werde derzeit an einem neuen Gesellschaftervertrag. Der, so informierte Geistert, solle auf der Sitzung der Stadtvertretung am 28. Oktober beschlossen werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen