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Küster der Pfarrgemeinde : Geheimer Wunsch erfüllt sich

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wahl-Güstrower Dominic Scholz ist seit Anfang Januar in der Güstrower Pfarrkirche als Küster tätig

Dominic Scholz (56) ist seit Jahresbeginn Küster in der Güstrower Pfarrkirche. Gleichzeitig hat der Wahl-Güstrower die Teilzeitstelle im Pfarrgemeindebüro übernommen. Damit führt er die Arbeit von Monika Tschritter weiter, die sich Ende Dezember in den Vorruhestand verabschiedete.

Dominic Scholz hat sich mit dieser Arbeit einen kleinen Traum erfüllt. „Als ich zu einer Gemeinde in Rostock Lütten-Klein gehörte, hatte ich schon den geheimen Wunsch, kirchlicher Mitarbeiter zu werden“, erzählt der 56-Jährige. Es sei für ihn nicht nur eine Freude, sondern auch eine Ehre, diese Arbeit zu tun. Die 60-prozentige Küsterstelle stockt er mit einigen Stunden im Büro auf.

Geboren in Ilmenau kam Dominc Scholz zweijährig mit seiner Mutter nach Schlage in Mecklenburg. Sie hatte die Teiloberschule Schlage übernommen. Seine eigenen ersten vier Schuljahre allerdings erlebte er in Kairo. „Mein Vater war Kundendienst-Ingenieur für Medizintechnik“, erzählt der Wahl-Güstrower. Die folgenden Jahre lebte er in Rostock, lernte Landmaschinenschlosser und studierte an der Agraringenieurschule in Malchow Agrar-Ingenieur-Technologe. Als solcher war Dominic Scholz dann in der Pflanzenquarantänestation tätig – zuerst im Rostocker Überseehafen und später im Fährhafen Mukran.

Anfang 1989 ging Dominic Scholz von politischen Veränderungen aus und schaute sich nach einer Beschäftigung im kirchlich-diakonischen Bereich um. Im damaligen Diakoniewerk in Ducherow baute er eine Behindertenwerkstatt auf und arbeitete später als Geschäftsführer des Kreisdiakonischen Werks Pasewalk.

Danach führte ihn der Weg nach Güstrow. „Schon als Rostocker hat man früher von Güstrow geschwärmt und darum bin ich 1998 hierher gekommen“, erzählt er. Er war als Schulsozialarbeiter in Bützow tätig, absolvierte noch eine Ausbildung zum Fachkaufmann für Marketing. Leider habe seine Geschäftsidee nicht gefruchtet, doch mit Service-Tätigkeiten im Hotel und freiberuflicher Honorartätigkeit stand er finanziell auf einigermaßen sicheren Füßen.


Arbeit als Küster verbindet mit Menschen


Als aber die Stelle im Gemeinde-Boten ausgeschrieben worden war, erinnerte sich Dominic Scholz an seinen alten Traum. „So hat sich dann mein Wunsch als Teenie am Ende meines sehr abwechlungsreichen Berufslebens erfüllt“, fasst er zusammen. Außerdem sei für ihn auch ausschlaggebend gewesen, dass diese Arbeit ihn mehr mit der Stadt und den Menschen verbindet.

Nach den ersten Wochen weiß er, was alles zum Job als Küster gehört. Er ist Ansprechpartner für viele, u.a. zuständig für die Vorbereitung der Kirche und Gemeinderäume für Gottesdienste und Andachten, die Verwaltung des Büchertisches, Führung von Gruppen und die Planung der Kirchenwachen. Als „Seitenküsterin“ unterstützt ihn Heidi Wald. Nur durch ihre Hilfe könne er sich einen freien Tag gönnen und beruhigt in den Urlaub fahren. Monika Tschritter habe einen hohen Maßstab in der Arbeit in der Pfarrkirche gesetzt. „Ich habe den Anspruch, diesem auf meine Art gerecht zu werden“, sagt der 56-Jährige.

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